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Trickfilmvergnügen für die Jüngeren

05. Oktober 2012

Von seiner verstorbenen Tante Eleanor erbt der siebenjährige Leon einen Schlüssel zu einem geheimen Zimmer in ihrem Haus. Als der Junge das erste Mal das Zimmer betritt, weiß er nicht, was er davon halten soll: Es steht voll mit Märchenbüchern – zwar hat Eleanor ihm immer vorgelesen, aber Leon selbst hat große Probleme beim Lesen. Was sich die Tante da nur gedacht hat?! Erst recht traut er seinen Augen kaum, als plötzlich kleine Wesen auftauchen und mit ihm sprechen: Es sind die Figuren aus den Büchern. Durch sie erfährt Leon auch vom Plan seiner Tante: Wenn er nicht einen Zauberspruch laut vorliest, werden Dornröschen und all die anderen langsam verblassen, aus den Büchern verschwinden und leere Seiten hinterlassen. Das will der Junge nicht zulassen, aber wie soll er das schaffen, wo er so Angst vorm Lesen hat? Dass ihn seine Schwester bei seinen Leseversuchen immer hänselt, macht die Situation auch nicht besser. Doch mit der Hilfe seiner Märchenfreunde stellt sich Leon der Herausforderung, auch wenn er noch einige andere Hürden überwinden muss, bis er den Zauberspruch richtig vorlesen und die Märchengeschichten retten kann.

Mädchen wie Jungen im Übergang vom Kindergarten bis Anfang des Grundschulalters dürften an dem französisch-italienischen Trickfilm „Leon und die magischen Worte“ Gefallen finden. Die liebevollen und einfach gehaltenen Illustrationen sprechen jüngere Kinder ebenso an wie die verständliche und kindgerechte Inszenierung. Neben der gelungenen Umsetzung bietet der Film Kindern in dieser Altersspanne auch thematisch Anknüpfungspunkte an Alltagserfahrungen und Erlebniswelten: Ängste überwinden, selbstständig sein und Reibereien mit (größeren) Geschwistern sind Themen, mit denen sich die Kinder auseinandersetzen müssen. Zudem ist Leon eine positive Identifikationsfigur, schließlich überwindet er seine Ängste, in dem er Verantwortung für andere übernimmt und dadurch Stück für Stück Vertrauen in seine Fähigkeiten entwickelt – so kann er sich am Ende gegen seine Schwester behaupten. Zu sehen ist „Leon und die magischen Worte“ am Freitag, 19. Oktober 2012 um 19.30 Uhr im KiKA.

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