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Goldene Tipps

Wie viel Fernsehen darf sein?

Zunächst einmal gilt: Kinder unter drei Jahren sollten überhaupt noch nicht fernsehen. Zwischen drei und 13 Jahren schauen Kinder, Studien zu Folge, im Durchschnitt dann etwa eineinhalb Stunden am Tag fern. Die Jüngeren in der Regel weniger, die Älteren mehr.

Wie viel Fernsehen für ein Kind zuviel ist, lässt sich nicht unbedingt in Stunden und Minuten ausdrücken. Wenn aber das Fernsehen zur bestimmenden Freizeitbetätigung wird, wenn sich Erzählungen und Gespräche nur noch um Fernsehsendungen oder -helden drehen, dann ist es höchste Zeit, den ‚Vielsehern' Grenzen zu setzen. Anregende Alternativen im echten Leben sind dabei immer noch der beste Weg. Basteln, Spielen, Rausgehen – es gibt genügend Beschäftigungsmöglichkeiten auch ohne Fernseher. Manchmal brauchen Kinder nur einen kleinen Schubs und ein paar Ideen.

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Bewusst fernsehen - beobachten und begleiten

Das Fernsehen sollte nicht als „Babysitter“ missbraucht werden. Kinder brauchen auch beim Medienkonsum Aufmerksamkeit und Zuwendung. Am besten ist es, gemeinsam altersgerechte Sendungen auszusuchen. Nach der Sendung das Abschalten nicht vergessen. Kinder profitieren am meisten vom Fernsehen, wenn sie mit den Eltern oder anderen Bezugspersonen gemeinsam schauen.

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Fernsehen als Erziehungsinstrument?

Fernsehen eignet sich weder als Belohnung noch als Strafe. Die Flimmerkiste wird sonst viel zu wichtig im Gefühlsleben der Kinder. Auch wenn die Fernsehlust der Mädchen und Jungen mal wieder keine Grenzen kennt: Statt eines generellen Fernsehverbots sollte man gemeinsam mit den Kindern feste Regeln aushandeln. Ob das „Zeitkontingente“ sind oder ob es andere Möglichkeiten gibt, hängt vom Alter und der jeweiligen Familiensituation ab. Oft bewährt es sich auch ein paar Sendungen aufzuzeichnen. Diese können dann unabhängig vom Fernsehprogramm angeschaut werden, was zusätzliche Verlockungen und Diskussionen beim Ausschalten verhindern kann. Man ist nicht an einen Ausstrahlungszeitpunkt gebunden und die Kinder wissen genau, was sie erwartet. Längere Filme können so auch bei Bedarf unterbrochen oder in kleine Häppchen aufgeteilt werden.

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Gutes Vorbild sein

Die Vorbildfunktion von Eltern und anderen Bezugspersonen ist nicht zu unterschätzen. Wer den Fernseher zum Mittelpunkt des Familienlebens macht und den Kindern keine Alternativen zum Medienkonsum bietet, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Nachwuchs das Fernsehen zu wichtig nimmt.

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Kinder und Werbung

Ein bewusster und kritischer Umgang mit Werbung kann durch Eltern von klein auf gefördert werden. Grundlage dafür ist der eigene kritische Umgang mit Werbung und Konsum. Darüber hinaus ist es wichtig, Kindern bereits frühzeitig nahe zu bringen, was Werbung ist, wie sie funktioniert und was sie von den Konsumenten will. Wenn sich die Mädchen und Jungen bewusst sind, was hinter den Spots und Werbekampagnen stecken, lernen sie eher,  kritisch damit umzugehen.

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Trailer im Programm

Achtung! Vor allem im Hauptabendprogramm können Trailer für nicht kindgerechte Sendungen für Irritationen sorgen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass plötzlich wilde Schießereien oder Leichen zu sehen sind. Das ist, in bestimmten Grenzen, rechtlich auch zulässig. Den Eltern bleibt nichts anderes übrig, als bei der Programmauswahl auch die Trailer im Auge zu behalten. Eine Möglichkeit wäre, Kinder am Abend generell nicht alleine fernsehen zu lassen, um bei eventuellen Schreckmomenten zur Stelle zu sein. Oder der Film wird aufgenommen und alle Unterbrechungen rund um den Werbeblock werden einfach weitergespult.

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Geschmäcker sind unterschiedlich

Kinder haben auch in Punkto Fernsehen einen anderen Geschmack als Erwachsene. Sie können sich im Gegensatz zu Mama und Papa für die absurden Späße von SpongeBob ebenso begeistern wie für die Monsterkämpfe von Yu-Gi-Oh oder die rosarote Märchenwelt von Prinzessin Lillifee. Auch wenn man als Erwachsener nicht alles nachvollziehen kann: Wichtig ist es, sich mit den Lieblingen der Kinder zu beschäftigen und ein offenes Ohr für die Begeisterung der Mädchen und Jungen zu haben. Machen Sie sich mit den Lieblingsfiguren der Kinder vertraut und lassen Sie sich erklären, was an ihnen so faszinierend ist. Das schafft Ansatzpunkte für offene Gespräche über Vorlieben und Sichtweisen, aber auch über problematische Seiten des Fernsehens.

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Sind Fernsehnachrichten für Kinder geeignet?

Die Nachrichten des Erwachsenenprogramms sind für Kinder keine geeignete Fernsehkost. Vor allem grausige Szenen von Kriegen und Katastrophen überfordern sie, der Informationsgehalt erschließt sich ihnen kaum. Zu empfehlen sind dagegen Kindernachrichten wie „logo“ (ZDF) und „neuneinhalb“ (Das Erste), die das Zeitgeschehen altersgerecht aufbereiten: anschaulich, verständlich und vor allem ohne blutige Bilder.

Stichwort Reality-TV

In vielen Sendungen des aktuellen Fernsehprogramms wird Pseudo-Realität in Szene gesetzt, z.B. bei Casting- oder Dokuformaten, bei  Ermittlungs-, Gerichts- und Kuppel-Shows. Besonders weit geht "Scripted Reality". Hier wird der Eindruck erweckt, die Zuschauer seien bei realem Geschehen live dabei. Stattdessen sind die Szenen mit Schauspielern inszeniert. Die realitätsnahen Konflikte können auf diese Weise viel effektvoller dargestellt werden. Der dort gezeigte Alltag wirkt aufgesetzt, Klischees und übertriebene Emotionen beherrschen das Geschehen. Für Kinder ist diese Art der Inszenierung schwer zu durchschauen. Umso größer ist die Gefahr, dass sie das gezeigte für „normal“ halten und für bare Münze nehmen. 

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Castingshows – Der Traum vom Ruhm

Bei vielen Kindern und Jugendlichen sind Castingshows nach wie vor der Renner. Sie finden dort Vorbilder und teilen mit den Kandidaten den Traum von medialem Ruhm und einer Karriere als Star. Aus pädagogischer Sicht bergen diese Sendungen einige Stolpersteine: Die Kandidaten werden von Anfang an auf eine bestimmte Rolle festgelegt. Wenn sie sich mit verkorksten Aufritten lächerlich machen, werden sie von der Jury gnadenlos vorgeführt und damit der Schadenfreude eines Millionenpublikums ausgeliefert. Die Kamera bleibt dran, wenn die Enttäuschung am größten ist und Tränen fließen. Löblicherweise gibt es inzwischen aber auch Castingformate, die auf eine Zurschaustellung verzichten.

Eltern und Pädagogen können den kritischen Blick fördern, indem sie den Mädchen und Jungen klarmachen, mit welchen Mitteln vor und hinter den Kulissen gearbeitet wird. Je mehr Kinder darüber lernen, was für ein Konzept hinter solchen Formaten steckt, desto weniger laufen sie Gefahr, auf fragwürdige Vorstellungen hereinzufallen.

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FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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