Flimmo.tv
Suchen in:
Aktuelles TV-Programm Sendungsarchiv

Deutschland sucht den Superstar (RTL)

03. März 2011

„Mit Ecken und Kanten“ Seit Dieter Bohlen und seine Mit-Jury 2002/2003 den ersten „Superstar" kürten, ist das Format Castingshow Dauergast im TV. Aus Tausenden Bewerbern werden Gesangstalente gecastet, die im zweiten Teil der jeweiligen Staffel bei den sogenannten Mottoshows auftreten dürfen. Zunächst finden mehrere Auswahlrunden statt, bei denen mehr oder weniger talentierte Menschen auf die Probe gestellt werden. Begleitet wird das Ganze von zum Teil hämischen Kommentaren aus dem Off. Vor allem die Sprüche von Juryleiter Dieter Bohlen gehen des Öfteren unter die Gürtellinie. Besonders unbegabte Sängerinnen und Sänger werden zum Teil verspottet und beleidigt. Ist diese Hürde genommen, dürfen fünzehn Auserwählte in Bühnen-Shows ihr Gesangs und Showtalent unter Beweis stellen. Im Anschluss wird jeder einzelne Auftritt der Kandidaten von der Jury bewertet, danach stimmen die Zuschauer über ihren Favoriten ab.

Die pädagogische Orientierung In dem Absatz nach dem 1wird durch einen „pädagogischen Hinweis“ verdeutlicht, welche Aspekte von "Deutschland sucht den Superstar" Ecken und Kanten bergen:

  • Das Sendungsprinzip ist darauf angelegt, Menschen herabzusetzen, zu verspotten und lächerlich zu machen. Antisoziales Verhalten wird auf diese Weise als Normalität dargestellt. Dies kann bei Kindern ein höchst problematisches Welt- und Menschenbild befördern.
  • Die Darstellung bedingungslosen Konkurrenzverhaltens und das Vorführen von emotionalen Ausnahmezuständen bedient beim Publikum das Bedürfnis nach Voyeurismus und Schadenfreude.
  • Medialer Ruhm wird als erstrebenswertes Lebensziel propagiert, dem alles andere untergeordnet werden muss. Dabei werden die Hoffnungen und Träume von jungen Menschen ausgenutzt, die im Rampenlicht ihr Glück suchen. Auch wenn sich die Teilnehmer freiwillig der Häme und Herabsetzung von selbsternannten Fachleuten ausliefern, ist das Vorführen von Unzulänglichkeiten zu Unterhaltungszwecken aus pädagogischer Sicht äußerst fragwürdig.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

Google + FLIMMO App
 

Copyright © Programmberatung für Eltern e.V. 1997 - 2017

Zum Seitenanfang