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Das Kindertrauerland

14. Juli 2011

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist immer schlimm, ganz besonders für Kinder. Sie können ihre Gefühle oft nicht einordnen oder sind mit den Veränderungen, die sich aus dem Tod eines Familienmitglieds ergeben, überfordert. Ab sofort gibt es im Netz eine Anlaufstelle für trauernde Kinder. Auf der Homepage www.kindertrauerland.org können Kinder Antworten rund um das Thema Trauer und Tod finden. Besonders die interaktive Gestaltung des Trauerlandes ist für Kinder ansprechend und lockert das schwierige Thema auf. Zusammen mit einem virtuellen Gefährten können Kinder verschiedene Stationen anlaufen: Themenfelder wie Erinnern, Gefühle oder ob nach dem Tod noch etwas kommt werden durch Videos, Texte oder interaktive Gestaltung erschlossen. So zum Beispiel der Erinnerungsbaum. Er besteht aus vielen verschiedenen bunten Blättern, die von den Kindern selbst gebastelt werden. Form und Farbe des Blatts kann man sich selbst aussuchen und dann einfach draufschreiben, was man gerade denkt. Auch die Blätter von anderen Kindern kann man anschauen und so merken, dass man mit seinen Gefühlen nicht alleine ist. Ein weiterer Anlaufpunkt ist das Trauerhaus. Dort wartet auf die Kinder ein bekanntes Gesicht. Denn Willi Weitzel erklärt hier in seiner Funktion als Trauerland- Botschafter, welche Räume es in dem Haus gibt und was man alles erfahren kann. Ähnlich wie bei „Willi-wills-wissen“ wird das Thema Tod durch Videos und Audiofiles auf verständliche Art mit den Kindern besprochen. Im Zentrum der Trauerarbeit steht die aktive Mitgestaltung des Trauerlandes. Für Kinder eine gute Möglichkeit, Fragen zu stellen, die sie sich vielleicht bei den Eltern nicht zu stellen trauen oder für die sie sich schämen. So wird auch das schwierige Thema Selbstmord nicht ausgespart. Die Website wird von Fachkräften aus Psychologie und Pädagogik betreut und ist ein Projekt des Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V. Bremen. Auch für Eltern kann sich ein Blick ins Trauerland lohnen. Und selbst wenn die eigene Familie nicht akut von einem Trauerfall betroffen ist, kann es nicht schaden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dabei hilft zum Beispiel eine Menge Buchvorschläge mit Geschichten über Leben und Tod.

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