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Lego Life: Kinder-Community mit Werbecharakter

19. Mai 2017
Lego Life: Kinder-Community mit Werbecharakter

Spielzeughersteller Lego bietet mit Lego Life eine eigenes soziales Netzwerk für junge Lego-Fans. Neben der Möglichkeit, eigene Bauwerke zu präsentieren gibt es Quiz-Spiele und ausführliche Bauanleitungen. Außerdem sollen die jungen Nutzerinnen und Nutzer ihre Legofiguren in einem interessanten Setting fotografieren und die Bilder dann hochladen. Lego Life gibt es als App für iOS und Android.

Wie sicher ist Lego Life? Lego Life betont, sich verstärkt um die digitale Sicherheit der jungen Internetnutzer zu kümmern. Unter diesem Stichpunkt gibt Lego Tipps, wie Eltern ihre Kinder zu einem verantwortungsvollen Surfen im Internet anleiten können, und schlägt Regeln für einen kontrollierten Umgang vor. Der Gefahr, persönliche Daten oder Bilder im Internet zu veröffentlichen, begegnet Lego mit der strikten Regel, ausschließlich Fotos von Legofiguren zu posten – alles andere wird gelöscht. Um die App nutzen zu können, muss ein Erziehungsberechtigter die Registrierung freischalten. Diese Sicherheitsmaßnahme ist allerdings spielend leicht zu umgehen, denn in das Feld „Mailadresse der Eltern“ kann jede beliebige Adresse eingetragen werden. So kann potentiell jedes Kind und jeder Erwachsene einen Account anlegen und im Netzwerk mitmischen. Da weder der echte Name, das Alter oder Fotos veröffentlicht werden und auch keine Texte erlaubt sind, ist das Risiko, dass Kinder mit unangemessenen Inhalten konfrontiert werden, dennoch sehr gering.

Ist Lego Life aus pädagogischer Sicht sinnvoll? Pluspunkt von Lego Life ist die Möglichkeit, selbst gebaute Werke zu präsentieren und Feedback dafür zu bekommen. Zusätzlich motivieren konkrete Bauanleitungen und Herausforderungen die jungen Konstrukteure. Lego Life hat aber vor allem werblichen Charakter. Die Seite bindet Mädchen und Jungen an die Lego-Welt und animiert dazu, sich noch intensiver mit den Produkten zu beschäftigen. So werden vor jedem Spiel oder Film Werbeclips für die dazu passenden Legowelten vorangestellt.

Fazit: Unabhängig von der Frage, ob Vor- und Grundschulkinder überhaupt schon ein eigenes soziales Netzwerk brauchen, sollten sich Eltern der kommerziellen Ausrichtung von Lego Life bewusst sein. Wer gemeinsam mit jungen Legofans die Seite erkundet, sollte auch die Vermarktungsstrategien mit den Kindern gemeinsam unter die Lupe nehmen. 

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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