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YouTube Kids: Was Eltern wissen sollten

15. September 2017
YouTube Kids: Was Eltern wissen sollten

Was ist YouTube Kids?

Das "YouTube für Kinder" gibt es seit Kurzem auch in Deutschland. Die App "YouTube Kids" ist für iOS und Android kostenlos erhältlich. Der YouTube-Ableger richtet sich an Kinder im Vor- und Grundschulalter. Laut Anbieter enthält die Videoplattform ausschließlich kindgerechtes Material.

Was ist der Unterschied zum normalen YouTube?

Im Gegensatz zu YouTube ist der Zugriff auf Videos eingeschränkt. Die Auswahl basiert auf Algorithmen (also einer automatischen Auswahl) und Nutzer-Rückmeldungen. Die Vorschläge auf der Startseite werden aufgrund von Suchverhalten und persönlichen Vorlieben der Nutzer zusammengestellt. Die Anwendung ist in vier Themenbereiche unterteilt: Shows, Musik, Lernen und Entdecken. Anders ist auch die Darstellung: Große Schaltflächen und ein helles Design sollen jüngere Kinder ansprechen.

Was sollten Eltern beachten?

Das Angebot ist werbefinanziert: Vor und zwischen den einzelnen Videos laufen Werbeclips, die auf die junge Zielgruppe zugeschnitten sind. Darunter sind auch Clips, die für Produkte aus Actionwelten wie Ninjago oder Star Wars Werbung machen. Gerade jungen Kindern fällt die Unterscheidung zwischen Werbung und den eigentlichen Clips schwer. Umso problematischer ist die direkte Ansprache in der Werbung mit Figuren und Geschichten, die sie aus ihren Lieblingsserien kennen. 

WIe "kindersicher" ist YouTube Kids?

Um Einstellungen zum Beispiel bezüglich Sicherheit und Auswahl vorzunehmen, muss eine vierstellige PIN eingegeben werden. Die Zahlen der PIN tauchen ausgeschrieben auf dem Bildschirm auf. Für Kinder, die schon lesen können, macht diese Lösung keinen Sinn, die PIN kann aber auch personalisiert werden. Über die Einstellungen kann zudem ein Timer eingestellt werden, der die YouTube-Nutzungsdauer beschränkt. Auch wenn diese Kontrollmechanismen Eltern mehr Möglichkeiten bieten als beim normalen YouTube: Jüngere Kinder bis etwa Anfang des Grundschulalters sollten beim Videoschauen begleitet werden. So können Eltern gemeinsam mit dem Nachwuchs Geeignetes sorgfältig auswählen und bei Fragen, Verunsicherung oder Überforderung zur Stelle sein.

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