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Amazon & Co. - Videoportale kindersicher?

10. September 2017

Um kostenpflichtige Videoportale wie Netflix oder Maxdome sicherer für Kinder zu machen, müssen Eltern selbst aktiv werden. Anders als beim frei empfangbaren Fernsehen gibt es keine Zeitgrenzen, die Kinder vor ungeeigneten Serien oder Filmen schützen sollen. Hier ein kurzer Überblick über Möglichkeiten und Risiken bei beispielhaften Anbietern:

Netflix

Hier können verschiedene Profile angelegt werden. Einem Kinderprofil werden nur Angebote mit einer Alterseinstufung bis maximal 12 Jahren angezeigt. Auch Profileinstellungen für "jüngere Kinder" (0 und 6 Jahre) sind möglich. Die einzelnen Profile sind jedoch nicht von Vornherein gesichert, sodass Kinder selbstständig auf das Profil eines Erwachsenen zugreifen können. Daher ist für alle Profile die Sicherung über eine PIN, die nur die Eltern kennen, dringend zu empfehlen.

Maxdome

Auch bei diesem Anbieter sollten Eltern die Kindersicherung unbedingt aktivieren. Dazu müssen sie unter "Altersfreigabe" eine Personalausweisnummer hinterlegen und anschließend eine Jugendschutz-PIN einrichten. Wenn der Kinderschutz aktiviert wird, muss für Videos mit FSK-Freigabe die Jugendschutz-PIN eingegeben werden. Zusätzlich kann die E-Mail-Benachrichtigung beim Abspielen eines FSK 16- oder FSK 18 Videos aktiviert werden.

Amazon Prime Video

Auch bei Amazon ist die Einrichtung einer PIN für die Kindersicherung und für Kaufbeschränkungen erforderlich. Eltern können hier festlegen, bei welchen Altersfreigaben die Eingabe einer PIN erforderlich wird. Diese Einstellungen sind dann auch für den Kinderbereich gültig, der entsprechende Angebote nach Altersgruppen bündelt.

Fazit

Die beste Jugendschutzmaßnahme ist es, kindgerechte Filme oder Serien gemeinsam mit den Kindern anzusehen. Das macht den Mädchen und Jungen am meisten Spaß und bietet jede Menge Gesprächsstoff im Familienkreis. Sollen Kinder alleine schauen, müssen Eltern einige Vorarbeit leisten. Wichtig ist, dass sich Eltern zuerst informieren, wie die "Kindersicherung" beim jeweiligen Anbieter funktioniert. Diese Maßnahmen müssen dann auch konsequent umgesetzt werden. Das bedeutet im Einzelfall, auch Einschränkungen bei der Bequemlichkeit in Kauf zu nehmen, zum Beispiel durch die ständige Eingabe von PIN-Codes. Und Eltern müssen sich über die sichere Verwahrung von Zugangsdaten und Passwörtern Gedanken machen.

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