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Mein Leben als Zucchini

17. Februar 2017
Mein Leben als Zucchini

Nein, in diesem Trickfilm geht es nicht um Gemüse. Hinter Zucchini verbirgt sich der neunjährige Icard, der von seiner Mutter so genannt wird. Der Junge verbringt seine trostlosen Tage damit, alleine zu spielen und sich seinen Vater als Helden vorzustellen, obwohl dieser seine Familie schon lange verlassen hat. Aus Kummer darüber trinkt Zucchinis Mutter und kümmert sich nicht um ihren Sohn. So passiert eines Tages auch ein folgenschwerer Unfall an dem Zucchini nicht unschuldig ist – und der ihn zum Waisen macht und ins Heim bringt. Dort trifft er auf Kinder, die auch Schlimmes durchmachen mussten und dadurch eine Erfahrung teilen: Erwachsenen ist scheinbar nicht zu trauen ...

Keine einfache Kost die der eben angelaufene Kinofilm „Mein Leben als Zucchini“ bereithält, was man ob der bunt-schrägen Figuren zunächst nicht erwartet. Überhaupt überrascht der Animationsstreifen, der sich von anderen deutlich abhebt: Da sind die liebevollen Details in der Ausstattung und die ungewöhnlichen Stopp Motion-Figuren mit ihren großen Köpfen und Augen, in denen sich die Gefühle der Kinder deutlich widerspiegeln und umso mehr berühren. Bemerkenswert ist auch die Filmmusik, die der 66-minütige Film gekonnt einsetzt.

Starke Kinder machen Mut

Vor allem aber überrascht der Film, weil er positiv ist und Mut macht – trotz der traurigen Grundgeschichte. Was den Kindern wiederfahren ist, etwa Schläge, Missbrauch, wird nicht in Bildern, sondern in Worten kurz erwähnt. Die Hauptgeschichte dreht sich um Themen, die jeden von uns betreffen: Freundschaft, Zusammenhalt, Geborgenheit und Solidarität. So ist auch das Kinderheim kein trostloser Ort, hier finden die Kinder ein neues Zuhause, verlässliche Erwachsene und nichtzuletzt einen Haufen anderer Kinder, die ihren Platz im Leben suchen. Das ist nicht immer leicht, schließlich lässt man das alte Leben nicht einfach hinter sich. Doch im Heim lernt Zucchini die positiven Seiten des Lebens kennen: Akzeptiert zu werden, Freunde und Familie zu finden und sogar das erste Verliebtsein. Am Ende wachsen die Kinder sogar über sich hinaus, als sie ihre neue Gefährtin Camille retten und es vor allem für Zucchini und Camille ein Happy End gibt.

„Mein Leben als Zucchini“ (FSK 0) hat viele Preise erhalten und dürfte Kindern ab etwa acht Jahren, aber auch Eltern und älteren Geschwistern ein warmherziges, anregendes Kinoerlebnis und jede Menge Gesprächsstoff bescheren.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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