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Serienklassiker jetzt im Kino

24. Januar 2017
Serienklassiker jetzt im Kino

Als 13-teilige Serie bescherte „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ dem ZDF im Jahre 1979 sensationelle Einschaltquoten. Nun kommt am 2. Februar die Erzählung – neben der Serie wohl auch bekannt durch den gleichnamigen Bestseller von James Krüss – ins Kino. Die fantasievolle Geschichte trifft dabei auch heute noch den Nerv der Zeit.

Modernes Märchen mit eigenwilliger Story

Eigentlich hat Timm Thaler nicht viel zu lachen im Leben. Nach dem Tod seines Vaters lebt er bei seiner schrecklichen Stiefmutter in einem der ärmsten Viertel der Stadt. Trotzdem gibt es kein schöneres Lachen als das des immer fröhlichen Timm. Mit seiner positiven Energie muntert er auch seine Mitmenschen auf, allen voran seine Nachbarin und beste Freundin Ida. Doch von einem Tag auf den anderen ist buchstäblich „Schluss mit lustig“: Weil er einen anständigen Grabstein für seinen verstorbenen Vater kaufen will, geht Timm einen folgenschweren Pakt mit dem Teufel ein. Der kommt in Gestalt des heimtückischen Barons Lefuet daher und kauft Timm sein Lachen ab – im Gegenzug erhält Timm die erstaunliche Gabe, jede Wette zu gewinnen. Vom neugewonnenen Wohlstand anfangs noch begeistert, merkt Timm jedoch schnell, dass kein Geld der Welt Fröhlichkeit und Lebenslust ersetzen kann. Also setzt er alles daran, sein Lachen zurückzubekommen. Doch sein mächtiger Gegenspieler ist durchtriebener als gedacht und so kann am Ende nur die starke Freundschaft zu Ida den Jungen retten.

Ernste Themen kindgerecht verpackt

Gerade bei jüngeren Kindern ab sieben Jahren kommt das starke Band zwischen Ida, die Timm niemals aufgeben würde, und Timm, der trotz seiner neuen Möglichkeiten und Fähigkeiten seine Freundin nicht vergisst, gut an. Dabei kann Timm, sagenhaft gut verkörpert durch Arved Friese, mit seiner mutigen und positiven Art ein Vorbild sein. Das sympathische Auftreten des Jungen passt auch zur grundlegenden Botschaft des Films: Lachen, Zusammenhalt und Freundschaft sind wichtiger als Geld und Erfolg. Aber auch für ältere Kinder bietet die Geschichte anregende Themen. So werden in „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ Probleme kindgerecht angesprochen, die eigentlich in der Welt der Erwachsenen zu verorten sind. Lefuet repräsentiert dabei die Sucht nach Konsum und Profit. Neben dem Unglück von Timm bereichert sich der machthungrige Unternehmer nämlich auch am Elend anderer Leute. Dies kann nach dem Kinobesuch, vor allem bei älteren Kindern, zu spannenden Diskussionen führen. Grundsätzlich ist der Film Kindern ab etwa sieben Jahren ans Herz zu legen, Kinoanfängern kann es angesichts einiger düsterer Szenen um Baron Lafuet zu gruselig werden.

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