Besprechung Mabel ist wütend: Bürgermeister Jerry baut eine neue Autobahn und will dafür ihren geliebten Teich samt Tieren und Wald opfern. Das will die 19-Jährige verhindern. Mithilfe einer neuen Technologie schlüpft sie in den Körper eines Roboter-Bibers, um die Tiere zum Widerstand zu bewegen. Aber nicht alle teilen ihren Eifer und bald geraten Mensch und Tier gleichermaßen außer Kontrolle. Wie gut, dass Mabel bei ihrer Mission auf den freundlichen Biber George zählen kann.
Hoppers kombiniert geschickt aktuelle Themen wie Umweltzerstörung, Miteinander und Verantwortung mit Krimi- und Science-Fiction-Elementen. Dass Mabel mithilfe der Hoppers-Technologie als eine Art Avatar mit den Tieren leben und sprechen kann, ist ein cleverer Kniff und zugleich ein spannendes Gedankenexperiment: Wie wäre es, mit Tieren sprechen und leben zu können? Mabel ist für ältere Kinder eine spannende Hauptfigur: Ihre Tierliebe und ihren Gerechtigkeitssinn können sie gut nachempfinden. Aber Mabel ist auch eine unangepasste Heldin, die immer wieder aneckt und mit ihrem absoluten Willen Gutes zu tun auch jede Menge Unheil anrichtet. Im Verlauf der Geschichte lernt sie aus ihren Fehlern – auch durch ihre Freundschaft mit dem gutmütigen Biber George. Gelegenheit zum Lachen gibt es durch viele Anspielungen auf Filme wie Avatar und Castingshows sowie durch originellen Wortwitz und Situationskomik. Optisch überzeugt der Animationsfilm mit detailreichen Naturbildern und originellen Tierfiguren. Das Erzähltempo wird im Verlauf der Handlung zunehmend rasanter und die Geschichte nimmt einige unvorhersehbare Wendungen. Daher wird es im letzten Drittel actionreicher und etwas düster, auch, wenn es ein gutes Ende gibt. Hoppers bietet beste Unterhaltung mit jeder Menge Gesprächsstoff zu Natur- und Tierschutz und Gemeinschaftssinn – und einer klaren Botschaft: Engagement ist wichtig, doch Veränderungen gelingen nur gemeinsam.