Besprechung Wegen finanzieller Probleme zieht Familie Thompson von der Großstadt aufs Land. Die Kinder Beth, Fran und Joe sind darüber alles andere als begeistert, schließlich ist die neue Behausung baufällig und es gibt kein Internet. Doch bald stoßen die Geschwister im nahegelegenen Wald auf etwas Geheimnisvolles: den Wunderweltenbaum. Über ihn gelangen sie in magische Welten und begegnen fantasievollen Wesen – und finden dabei auch einen Weg, ihrer Familie zu helfen.
Ob „Hanni und Nanni“, „Die 5 Freunde“: Enid Blytons Romane sind seit Generationen beliebt und mehrfach verfilmt. Nun kommt mit Der Wunderweltenbaum ein weiterer Bestseller in etwas modernisierter Form ins Kino. Gerade Kinder ab dem Grundschulalter finden in der Geschichte viele Anknüpfungspunkte: Familien- und Geschwisterthemen, der Verlust von Vertrautem und das Ankommen in einer neuen Umgebung. Spannend und inspirierend ist, wie die Geschwister im Lauf der Geschichte über sich hinauswachsen und lernen, Probleme gemeinsam zu lösen. Zusammenhalt, Mut und Verantwortungsübernahme spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Zauberwelt sorgt mit ihren farbenprächtigen, fantasievollen Kulissen und Kostümen für eine märchenhafte Atmosphäre und für gute Laune. Viele lustige Momente entstehen zudem durch die skurrilen Fantasiefiguren und die Versuche der Familie, sich fern von daheim auf dem Land zurechtzufinden. Leider geraten an manchen Stellen die einzelnen Charaktere und die Familiengeschichte in den Hintergrund. Einige Wendungen – vor allem am Ende – wirken dadurch etwas platt. Insgesamt erzählt Der Wunderweltenbaum aber eine warmherzige und fantasievolle Geschichte über Familie, Mut und neue Wege – und die Kraft der Fantasie.