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Big Brother - nicht für Kinder

18. Februar 2020
Big Brother - nicht für Kinder

Zum 20-jährigen Jubiläum der Sendung läuft Big Brother seit über einer Woche erneut im Fernsehen. Die Einschätzung von FLIMMO zeigt: Die Sendung vermittelt eine mehr als fragwürdige Botschaft und ist für Kinder nicht geeignet.

Das Prinzip der neuen Staffel

Das Grundprinzip der Sendung – eine Gruppe von Menschen lebt unter ständiger Überwachung von Kameras auf engstem Raum zusammen – ist auch in dieser Staffel gleich geblieben. Allerdings gibt es in diesem Jahr eine große Neuerung: Die Zuschauer können die Teilnehmenden mit Hilfe einer App täglich auf einer Skala von eins bis fünf bewerten. Außerdem können sie Kommentare verfassen. Einem Teil der Bewohner werden ihre Bewertung und ausgewählte Kommentare täglich präsentiert.

Mehr als fragwürdig

Für Kinder ist die Sendung aus mehreren Gründen nicht geeignet. Allein die ständige Überwachung der Kandidaten, denen jegliche Privatsphäre verwehrt bleibt, ist problematisch. Die Bewohner leben auf engstem Raum zusammen und haben keine Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Dabei aufkommende Reibereien oder Gefühlsausbrüche werden durch geschickte Montage und effektvolle musikalische Untermalung dramatisiert. Probleme oder Konflikte werden so zu Unterhaltungszwecken aufgebauscht.

Abstimmung über den Wert eines Menschen

Hinzu kommt das neuartige Bewertungsprinzip der Sendung: Zuschauer stimmen über den Wert der Teilnehmenden ab, dürfen sich über die Kommentarfunktion abschätzig gegenüber Menschen äußern. Wer besonders gemein ist, hat größere Chancen mit seinem "Kommentar" in der Live-Sendung aufzutauchen. Die Zuschauer werden so zu Komplizen der zynischen Sendungslogik. Vor allem werden diese abwertenden Kommentare veröffentlicht, um die Teilnehmenden zu verunsichern und aufzubringen. Das führt im Haus oft zu Streitereien und Anfeindungen. Online-Hetze, Mobbing und das Aufstacheln negativer Emotionen wird als alltägliches Verhalten dargestellt. Kindern sollte diese Form der zynischen "Unterhaltung" besser erspart bleiben.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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