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Mehr Medienzeit wegen Corona?

28. Mai 2020
Mehr Medienzeit wegen Corona?

Kontaktbeschränkungen, Schließungen von Kindergärten oder Einschränkungen des Schulbetriebs: Noch immer bestimmt die Covid19-Pandemie den Alltag in Deutschland. Wie gehen Familien damit um? Ist der Medienkonsum seither sprunghaft gestiegen? Welche Auswirkungen hat der Lockdown auf die Medienerziehung? FLIMMO hat mit einigen Eltern und Kindern darüber gesprochen.* 

Alles anders

Medien spielen bei der Beschäftigung von Kindern, die daheim bleiben müssen, eine große Rolle. Nach Aussagen von Eltern und Kindern ist der Konsum aber nicht zwangsläufig mehr geworden. Eine Zehnjährige liefert eine plausible Erklärung: „Ich hatte keine Zeit zum mehr Gucken. Weil Hausaufgaben, das war ordentlich. Vor allem am Anfang, keiner hat was erklärt und so.“

Die Veränderungen im Tagesablauf haben bei manchen zu mehr Film- und Serienkonsum in der Familie geführt. Eine Mutter berichtet über die Sehgewohnheiten ihres zehnjährigen Sohnes: „Er hat mehr geguckt, weil er in der Corona-Zeit sehr viel später ins Bett gegangen ist. Dadurch, dass so eher coronaferienartige Stimmung war, ging er sehr viel später als sonst ins Bett. Und dadurch haben wir länger abends ferngesehen, zusammen.“

Mehr gemeinsam

Viel Zeit zusammen daheim – für einige die Chance, gemeinsam zu schauen, zu spielen oder im Internet zu surfen. „Wir schauen gemeinsam seine Lieblingsserie „Avatar“ auf Netflix. Die ist so spannend, dass er die eh nicht alleine schauen kann. Und ich finde die auch super“, erzählt eine Mutter. Dieses Beispiel zeigt: Gemeinsames Schauen hat Vorteile. Kinder lieben es, im Kreis der Familie einen Film oder Videos im Internet zu sehen. Und die Erwachsenen sind als Ansprechpartner und moralische Unterstützung zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Gespräche und Diskussionen mit Kindern über das Gesehene sind auf alle Fälle wichtig. Vielleicht gelingt es in manchen Familien, die gemeinsame Medienzeit auch nach Corona in ihren Alltag einzubauen.

* FLIMMO hat mit fünf Familien (5 Eltern und 6 Kindern) gesprochen.

 

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