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"Mütter machen Porno" - Für Kinder nicht geeignet

17. Juli 2020
"Mütter machen Porno" - Für Kinder nicht geeignet

Erotikfilme sind in Zeiten des Internets für jedermann verfügbar. Auch Kinder und Jugendliche können meist ohne Weiteres darauf zugreifen und auf Inhalte stoßen, die ihnen zusetzen können oder fragwürdige Vorstellungen von Sexualität vermitteln. Dass „Porno“ auch anders geht, soll die SAT.1-Reportage „Mütter machen Porno“ zeigen.

Ein eigener Erotikfilm

Der Zweiteiler zeigt fünf Mütter, die dem aktuellen Angebot an Pornofilmen im Internet etwas entgegensetzen möchten. Ihr Ziel ist es, mit fragwürdigen Vorstellungen von Sexualität aufzuräumen, die viele Erotikfilme ihrer Meinung nach vermitteln und die bei Kindern überhöhte Erwartungen genauso wie Selbstzweifel verursachen können. Deshalb beschließen sie, einen eigenen Pornofilm zu produzieren. Dazu blicken sie hinter die Kulissen der Erotikindustrie und befassen sich mit den unterschiedlichen Facetten der Branche. Doch bis der Film fertig ist, müssen sie mehr als einmal über ihren eigenen Schatten springen.

Kinder werden verunsichert

Damit Heranwachsende ihre eigene Sexualität entdecken können, bedarf es vor allem einer verständnisvollen Haltung. Kinder und Jugendliche sollten dabei keine Angst vor Verurteilung, Häme oder Spott haben müssen. Diesem Anspruch wird das Format „Mütter machen Porno“ nicht unbedingt gerecht. Zwar thematisiert die Reportage unterschiedliche Facetten von Sexualität, dabei fungieren die fünf Frauen jedoch als moralische Instanz: Ihre subjektiven Meinungen und Werturteile werden als allgemeingültig dargestellt und sie allein scheinen zu entscheiden, welche sexuellen Vorlieben vertretbar sind und welche nicht. Statt Kinder und Jugendliche bei ihrer sexuellen Selbstfindung zu unterstützen, kann eine solche Einstellung deren Verunsicherung sogar noch verstärken. Zudem können die zahlreichen Szenen, die sexuelle Praktiken oder Pornografie zeigen, Kinder überfordern. Auch wenn die Szenen teilweise geschnitten und explizite Inhalte verpixelt werden, kann es Kindern schwer fallen, das Gezeigte einzuordnen und zu verarbeiten. „Mütter machen Porno“ läuft am 22. und 29. Juli um 20.15 Uhr auf SAT.1.

 

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