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Schule von zu Hause aus: Lernen digital?

05. Juni 2020
Schule von zu Hause aus: Lernen digital?

Der Schulbetrieb hat zwar wieder begonnen, der Unterricht findet aber weiterhin auch zu Hause statt. Wie erleben haben Kinder und Eltern „Homeschooling“ in Zeiten von Corona? Welche Medien kamen in den Einsatz? Was hat die Kinder beim Lernen unterstützt? FLIMMO hat dazu mit fünf Familien gesprochen.*

 

Lernen virtuell und mit Erklärvideos

Um den Unterricht zu unterstützen, haben Lehrkräfte auch auf Erklärvideos oder Folgen von Wissenssendungen aus dem TV zurückgegriffen. „Richtig gut“ fand eine Zehnjährige die YouTube-Videos von „Mathe Schmidt“, auf die sie der Lehrer hingewiesen hatte. Mehrere Grundschulkinder berichten, dass ihre Lehrer Folgen von „Checker Tobi“ verwendet haben. Die Kinder fanden diese nützlich, da sie Neues zu Themen wie „Wasser“ oder „Wald“ erfahren haben. Ein Junge äußert sich zwiespältig, weiß aber die Abwechslung zu schätzen: „Man lernt bei den Fernsehsendungen nicht wirklich was. Ich find‘s eigentlich nen Quatsch, aber ich bin froh, dass wir da Fernsehen schauen dürfen.“

Bei manchen Kindern findet der Unterricht teils über digitale Videokonferenz-Systeme statt. Zum Teil kommen dabei auch neue und originelle Methoden in den Einsatz. Ein Junge erzählt von einer Hausaufgabe: Für eine digitale Buchvorstellung sollten sich die Schülerinnen und Schüler bei einem Referat zu ihrem Lieblingsbuch filmen und das Video auf einer digitalen Klassen-Pinnwand hochladen. Eine Familie nutzt zusätzlich digitale Lernangebote, um Rechnen oder Grammatik zu üben. Die Mutter berichtet was ihre Kinder von der Lern-App „Anton“ halten: „Da sind die auch ziemlich begeistert.“

Mediale, spielerische und originelle Unterstützung beim Lernen kommt an – bei Kindern wie Eltern. Gerade in Zeiten von „Homeschooling“ sind diese nützlich, schließlich fehlen Anleitung und Vermittlung durch die Lehrkraft. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Angebote auch zu den persönlichen Vorlieben und zum Wissenstand des jeweiligen Kindes passen.

Lernen über Corona

Wissenssendungen, wie etwa die Kindernachrichtensendung „logo!“, erwähnten Kinder wie Eltern, wenn es um unaufgeregte und anschauliche Erklärungen rund um Corona ging. Vor dem Hintergrund der sich ständig ändernden Nachrichtenlage zu Covid-19, meint ein Vater: „Weil das Ganze ja auch für Erwachsene relativ schlecht greifbar war. Und sich auch immer wieder was geändert hat mit den Regeln und der Beurteilung in der ganzen Krise. Da ist gerade ‚logo!‘ immer sehr aktuell drauf eingegangen und haben es auch oftmals sehr kindgerecht erklärt, so dass man es verstehen konnte.“ Aber auch andere kindgerechte Informationsangebote wurden als hilfreich erachtet. Einige davon hat FLIMMO hier zusammengestellt.

*5 Eltern und 6 Kinder

 

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