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Alterseinstufungen: Wer macht was & warum?

29. Dezember 2017
Alterseinstufungen: Wer macht was & warum?

Die Frage, welche Sendungen, Filme oder Spiele für welches Alter geeignet sind, beschäftigt viele Eltern. Schließlich sollen die Mädchen und Jungen nicht überfordert, verunsichert oder geängstigt werden. Die unterschiedlichen Einschätzungen und Bewertungen sind nicht leicht zu überblicken. Begriffe wie "Altersangaben" oder "Altersfreigaben" werden mitunter gleichbedeutend verwendet, meinen allerdings Unterschiedliches.

Altersfreigaben

Zunächst gibt es die Altersfreigaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Diese Freigaben für Filme, Computer- und Konsolenspiele auf "Trägermedien" sind rechtlich bindend und legen die Altersfreigaben für Medieninhalte fest. Diese Kennzeichnungen sind zum Beispiel auf DVD-Hüllen sichtbar oder im Kino. Es gibt Altersfreigaben ab 0, ab 6, ab 12, ab 16 und ab 18 Jahren. Für Filme übernimmt diese Einordnung die FSK, eine Einrichtung der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft. Gemeinsam mit Vertretern des Bundes, der Länder, der Kirchen und Jugendorganisationen werden FSK-Grundsätze formuliert und Entscheidungsgremien bestimmt. Diese sichten die Filme und bestimmen, ab welchem Alter sie jeweils freigegeben werden. Die Einstufungsbescheide zu einzelnen Filmen sind unter www.fsk.de einsehbar. Für Computer- und Konsolenspiele ist die USK zuständig. Wichtig ist, dass es sich bei den Altersfreigaben nicht um pädagogische Empfehlungen handelt. Sie sagen lediglich aus, ab welchem Alter Kinder vermutlich keinen Schaden davontragen, wenn sie den Film sehen oder das Spiel spielen. Pädagogische Einschätzungen

Im Gegensatz dazu gibt es Einschätzungen von pädagogischen Fachinstitutionen, wie zum Beispiel auf www.flimmo.tv oder www.kinderfilmwelt.de. Hier werden Filme und Serien daraufhin beurteilt, für welches Alter der Film oder die Sendung sinnvoll ist oder welche Altersgruppe sich besonders angesprochen fühlt. Die Einschätzungen sind dazu gedacht, Eltern eine fundierte Orientierung zu liefern und basieren auf wissenschaftlicher Forschung. Die Kriterien und pädagogischen Grundlagen sind auf den jeweiligen Internetseiten nachzulesen.

Altersangaben

Auch die Streaming-Dienste Netflix und Amazon Prime kennzeichnen ihre Programmangebote mit Altersangaben, die allerdings nicht von unabhängigen Stellen überprüft werden, sondern vom Anbieter selbst stammen. Außerdem gibt es noch Altersangaben für ausgewiesenes Kinderprogramm zum Beispiel in Fernsehzeitschriften. Das Problem ist, dass in den meisten Fällen keine Angaben dazu gemacht werden, woher diese Einschätzungen stammen, worauf sie beruhen und welche Kriterien angewendet werden.

 

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