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Schönheitsideale

03. Januar 2020
Schönheitsideale

In den Medien

Figuren aus Film und Fernsehen, Castingshow-Kandidaten oder Influencer auf YouTube und Instagram sind Vorbilder für Kinder und Jugendliche. Nicht nur ihre Eigenschaften und ihr Auftreten, auch das äußere Erscheinungsbild spielen eine große Rolle. Die Vorstellung, was Schönheit und Attraktivität ausmacht, wird bei Kindern und Jugendlichen maßgeblich auch durch Medien geprägt. Vor allem Social Media wird für viele zum Kompass für das eigene Körperbild.

Zeichentrick

Für viele sind Zeichentrickfiguren Begleiter der Kindheit. In Cartoons gelten andere Regeln als in der Realität. Auch in Sachen Körperbau sieht man vieles, was im realen Leben unerreichbar ist. Auffällig ist, dass gerade weibliche Figuren häufig unrealistisch gezeichnet sind: Wespentaille und lange Beine vermitteln schon sehr jungen Kindern ein fragwürdiges Schönheitsideal. Auch einst eher pummelige Figuren wie die Biene Maja wurden in der Neufassung schlanker gemacht.

Reality-TV

In Castingshows oder Reality-TV-Formaten gibt es mittlerweile größere Vielfalt, etwa in Shows wie "Queen of Drags". "Germany’s next Topmodel" transportiert aber beispielsweise nach wie vor ein fragwürdiges Schönheitsideal. Ein sehr schlanker Körper mit "Modelmaßen" wird als Standard vorausgesetzt. Auch in Sendungen wie "Der Bachelor" oder "Die Bachelorette" ist das Aussehen zentral und es geht darum, den eigenen Körper perfekt in Szene zu setzen.

Influencer

Auf Instagram und YouTube sind grundsätzlich sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und Körperbilder zu finden. Je bekannter die Influencer allerdings sind, desto einseitiger wird es: Während Männer meist äußerst sportlich erscheinen, setzen sich Frauen überaus schlank und konform mit gängigen Schönheitsidealen in Szene. Der Einsatz von Beauty-Filtern, mit welchen Influencerinnen ihr Gesicht optimieren oder ihren Körper schlanker mogeln, verstärken diesen Eindruck.

Einfluss auf Kinder und Jugendliche

Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Körperbilder, mit denen Heranwachsende in den Medien konfrontiert werden, sehr einseitig. Kindern und Jugendlichen wird ein Ideal vorgesetzt, das kaum oder gar nicht zu erreichen ist. Dies kann zu Verunsicherung und Unzufriedenheit führen oder diese verstärken. Vor allem, wenn die Mädchen und Jungen in der Pubertät mit körperlichen Veränderungen umgehen müssen. Eltern sollten sensibel reagieren und Kinder bestärken, ihre Individualität positiv zu sehen und zu ihrem Körper zu stehen. Wichtig ist auch, einen kritischen Blick auf mediale Vorbilder zu vermitteln. Unter dem Begriff "BodyPositivity" entwickelt sich im Internet gerade eine Gegenbewegung zum genormten Schönheitswahn.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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