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Bollywood - Gefühlskino aus Indien

17. Februar 2009
Bollywood - Gefühlskino aus Indien Der Privatsender RTL II hat den indischen Bollywood-Film entdeckt und,wie die Einschaltquoten verdeutlichen, damit hier zu Lande auch eine große Fangemeinde angelockt. Die Bezeichnung "Bollywood" ist ein Kunstwort und setzt sich aus der Kombination der Städte Bombay und Hollywood zusammen. In den Filmproduktionen, die bisher ihren Weg ins deutsche Fernsehen gefunden haben, stehen immer romantische bzw. dramatische Liebesbeziehungen im Mittelpunkt; aber auch Themen wie Armut, Ausgrenzung und der Konflikt zwischen traditioneller und moderner Lebensweise kommen nicht zu kurz. Im Vergleich zu westlichen Produktionen, können Bollywood-Streifen durchaus drei Stunden oder länger dauern. Für die Ausstrahlung im deutschen Fernsehen werden die Filme jedoch meist gekürzt, um den Sehgewohnheiten des westlichen Publikums entgegenzukommen. Wie bei Musicals, sind auch bei den indischen Geschichten Gesangs- und Tanzeinlagen von zentraler Bedeutung - je bunter, spektakulärer und emotionaler desto besser. Aber auch in der Darstellungsweise unterscheiden sich die Produktionen ausschlaggebend. Um weder die moralischen noch religiösen Gefühle ihrer Landsleute zu verletzen, gehen die indischen Filmemacher mit dem Austausch von Zärtlichkeiten, wie zum Beispiel Küssen, äußert sparsam und nur andeutungsweise um. Nacktszenen werden in Folge dessen meist ganz ausgespart. Dies hängt auch mit den Bemühungen der Produzenten zusammen, ihre Kinofilme möglichst kinder- und jugendtauglich zu gestalten. In Indien kommt der Kinobesuch nämlich häufig einem Gemeinschaftserlebnis für die ganze Familie gleich.

 

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