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Kung-Fu-Held Jackie Chan - Das Kind und der Pädagoge im Manne

02. April 2004
Kung-Fu-Held Jackie Chan - Das Kind und der Pädagoge im Manne Das Kind im Manne ist bekanntlich für jedes Abenteuer zu haben. Im Gegensatz zu den meisten männlichen Erwachsenen kann Kung-Fu-Star Jackie Chan seine Kindheitsträume gewinnbringend ausleben: In seinem neuen Film "Shang-High Noon" verschlägt es den akrobatischen Tausendsassa aus Hongkong in den Wilden Westen, in seinem nächsten Projekt will er sogar in die Rolle eines Feuerwehrmanns schlüpfen. Für die meisten der männlichen (noch) Kinder vor dem Bildschirm ist Jackie ein wahrer Held: Seine akrobatischen Kampfkünste samt turbulenten Slapstickeinlagen und seine witzigen Sprüche machen ihnen einen Heidenspaß. Dass der Teufelskerl außerdem alle gefährlichen Stunt-Szenen selbst spielt, und zwar ohne Netz und doppelten Boden, flößt ihnen Respekt ein. Aber: Die artistischen und choreografischen Leistungen des quietschfidelen 46-Jährigen haben auch einen Haken. Gleich ob im Land der Cowboys und Indianer, in den Straßen von Hongkong oder Manhattan, überall wird für die gute Sache geprügelt, was das Zeug hält, und in der Rolle des guten Helden kann Jackie Chan den Schurken letztlich nur mit Gewalt beikommen. Das simple Strickmuster nach dem Motto "Die Bösewichter haben nichts anderes als Schläge verdient" birgt aus FLIMMO-Sicht trotz aller Komik Ecken und Kanten. Der Meister des Action-Kinos allerdings hat seine ganz eigene Theorie über die erzieherische Wirkung seiner Filme: "Viele Kinder sehen in mir ein Vorbild. Also muss ich ihnen sagen: Macht das nicht zu Hause!" Und damit die Jungs nicht glauben, er sei total unfehlbar, zeigt Jackie Chan am Ende seiner Filme immer einige misslungene Szenen und verkorkste Stunts. FLIMMO meint da: Kinder sind nicht so dumm und machen einfach nur nach. Aber man muss ihnen auch nicht ständig vorgaukeln, Gewalt sei das angemessene Mittel, um sich durchzusetzen und ein Held zu sein.

 

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