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Schläge im Film - alles Show

02. September 2003
Wer leidet nicht ein wenig mit, wenn in einem spannenden Actionfilm mal wieder eine wilde Schlägerei im Gange ist? Klar wissen fernseherfahrene Kinder, dass da Schauspieler am Werk sind - aber tut das nicht trotzdem weh!? Nein, denn die Darsteller haben das "richtige Prügeln" von der Pike auf gelernt und berühren ihren Gegner dabei meist nicht einmal. Auch wenn man glaubt, man habe mit eigenen Augen gesehen, wie jemand eins auf die Nase bekommt, werden die Zuschauer in Wahrheit mit raffinierten Filmtricks überlistet. Damit das Ganze möglichst echt aussieht, wird im entscheidenden Moment - genau dann, wenn der Schlag sein Ziel trifft - die entsprechende Stelle verdeckt. Dies kann durch die Kamerarichtung oder einen Körperteil geschehen, der zufällig die Sicht versperrt. Aber auch schnelle Schnitte - also ein rasches Hintereinandersetzen verschiedener Filmbilder - dienen dazu, unsere Augen auszutricksen. Eine wichtige Rolle spielt außerdem das "Opfer". Von seiner schauspielerischen Leistung hängt es zum großen Teil ab, ob die Zuschauer auf ihrem Sofa mitleiden oder unbeteiligt bleiben. Dazu muss der Getroffene genau im richtigen Moment seinen Kopf zur Seite werfen, zu Boden fallen oder ähnliches.
Obwohl die Filmprügeleien nur Show sind und wenig mit der Gewalt im echten Leben gemein haben, können auch diese - nicht nur Kindern - bisweilen zu viel werden. Besonders für Vor- und Grundschulkinder, denen die Trennung zwischen Filmgeschehen und Realität noch Schwierigkeiten bereitet, stellen härtere Kampfeinlagen mitunter eine Überforderung dar. Hintergrundinformationen zum Thema Film bietet die Internetseite www.wasistwas.de.de. Kindgerecht aufbereitet werden dort wissenswerte Fakten über Aktivitäten vor und hinter der Kamera präsentiert.

 

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