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Schläge im Film - alles Show

02. September 2003
Schläge im Film - alles Show Wer leidet nicht ein wenig mit, wenn in einem spannenden Actionfilm mal wieder eine wilde Schlägerei im Gange ist? Klar wissen fernseherfahrene Kinder, dass da Schauspieler am Werk sind - aber tut das nicht trotzdem weh!? Nein, denn die Darsteller haben das "richtige Prügeln" von der Pike auf gelernt und berühren ihren Gegner dabei meist nicht einmal. Auch wenn man glaubt, man habe mit eigenen Augen gesehen, wie jemand eins auf die Nase bekommt, werden die Zuschauer in Wahrheit mit raffinierten Filmtricks überlistet. Damit das Ganze möglichst echt aussieht, wird im entscheidenden Moment - genau dann, wenn der Schlag sein Ziel trifft - die entsprechende Stelle verdeckt. Dies kann durch die Kamerarichtung oder einen Körperteil geschehen, der zufällig die Sicht versperrt. Aber auch schnelle Schnitte - also ein rasches Hintereinandersetzen verschiedener Filmbilder - dienen dazu, unsere Augen auszutricksen. Eine wichtige Rolle spielt außerdem das "Opfer". Von seiner schauspielerischen Leistung hängt es zum großen Teil ab, ob die Zuschauer auf ihrem Sofa mitleiden oder unbeteiligt bleiben. Dazu muss der Getroffene genau im richtigen Moment seinen Kopf zur Seite werfen, zu Boden fallen oder ähnliches.
Obwohl die Filmprügeleien nur Show sind und wenig mit der Gewalt im echten Leben gemein haben, können auch diese - nicht nur Kindern - bisweilen zu viel werden. Besonders für Vor- und Grundschulkinder, denen die Trennung zwischen Filmgeschehen und Realität noch Schwierigkeiten bereitet, stellen härtere Kampfeinlagen mitunter eine Überforderung dar. Hintergrundinformationen zum Thema Film bietet die Internetseite www.wasistwas.de.de. Kindgerecht aufbereitet werden dort wissenswerte Fakten über Aktivitäten vor und hinter der Kamera präsentiert.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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