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Augen auf bei Dating-Shows

10. Dezember 2020
Augen auf bei Dating-Shows

Sowohl im TV als auch bei Streaming-Diensten sind Kuppel-Shows gerade hoch im Kurs: In „M.O.M.“ (Joyn) wählen zwei Single-Männer auf der Suche nach ihrer Traupartnerin zwischen jungen und älteren Frauen. In „Temptation Island V.I.P.“ unterziehen Promi-Paare ihre Beziehung einem Treuetest. Und in „Coras House of Love“ (Joyn) buhlen Single-Männer um die Gunst der Promi-Dame Cora Schumacher. Doch was auf den ersten Blick wie harmlose Unterhaltung wirkt, kann bei Kindern fragwürdige Vorstellungen begünstigen.

Fragwürdige Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft

All diese Sendungen eint eine einseitige Darstellung von Männlich- und Weiblichkeit: Während die Männer als starke Beschützer inszeniert werden, sind die Frauen lediglich schönes Beiwerk. Außerdem werden Beziehungen in den Sendungen realitätsfern dargestellt. Durch den Wettbewerbs-Charakter wird vermittelt, dass die Kandidatinnen und Kandidaten Leistung erbringen müssen, um ihre Traumpartner für sich zu gewinnen. Ein Kennenlernen auf Augenhöhe ist somit nicht gegeben. Dass die Darstellungen oft überzogen sind und die Sendungen vor allem der Unterhaltung dienen, ist für Kinder noch nicht immer zu durchschauen. Somit können die Sendungen bei Kindern zweifelhafte Vorstellungen sowohl von Liebe und Partnerschaft, als auch von Männlichkeit und Weiblichkeit fördern. Dating-Shows sollten ihnen daher nicht zugemutet werden.

 

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