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"Die Welle": Literaturverfilmung für Ältere

04. Juli 2018
"Die Welle": Literaturverfilmung für Ältere

Wäre eine Diktatur wie das Dritte Reich auch heute noch möglich? Dieser Frage geht Lehrer Rainer in der Verfilmung des Schullektüre-Klassikers „Die Welle" nach. Im Rahmen eines Schulprojektes zum Thema Autokratie gründet der Lehrer mit seinen Schülern „Die Welle“, eine diktatorische Gemeinschaft mit dem Leitthema „Macht durch Disziplin“. Zunächst beginnt das Experiment als Spiel – es werden neue Regeln aufgestellt, ein gemeinsames Logo wird entworfen und eine Uniform festgelegt. Doch was als Spaß begann, wird langsam und schleichend zu bitterem Ernst. Auf einmal werden alle Schüler, die nicht der Welle angehören möchten, ausgeschlossen. Sie dürfen nicht an Veranstaltungen teilnehmen und bald auch das Schulgebäude nicht mehr betreten. Das Experiment eskaliert und am Ende kommt es sogar zum Selbstmord eines Schülers. 

Ein erschreckendes Experiment

Der schleichende Übergang einer „ganz normalen“ Schulklasse in ein autoritäres Gefüge wird sehr realistisch dargestellt, weshalb Kinder schnell in die Handlung eintauchen und sich mit der Situation identifizieren können. Umso mehr können Kinder durch das im Vergleich zum Buch etwas abgewandelte tragische Ende des Films verunsichert werden. FLIMMO empfiehlt „Die Welle“ daher erst für Kinder ab etwa 12 Jahren und rät außerdem zu Gespräche über das Gesehene, in denen auf Fragen der Kinder und Jugendlichen eingegangen werden kann. „Die Welle“ läuft am Sonntag, den 08. Juli um 20.15 Uhr auf RTL2. Der Film eignet sich auch für die Auseinandersetzung mit dem Thema Faschismus und Autoritäre Strukturen in Unterrichstfächern wie Sozialkunde, Deutsch oder Ethik. Pädagogische Begleitmaterialien des Goethe-Instituts zum Film gibt es hier.

 

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