Flimmo.tv
Suchen in:
Aktuelles TV-Programm Sendungsarchiv

Ernste Themen auf dem Bildschirm

29. November 2019

Schon kleine Kinder stoßen früher oder später auf ernste Themen: Was kommt nach dem Tod? Warum gibt es Krieg? Warum werden Menschen krank? Für Eltern ist es manchmal schwer, die richtigen Worte zu finden. Wie gelingt der Einstieg und was sollte man besser vermeiden?

Mit kleinen Kindern reden – ohne zu überfordern

Kindergartenkinder begegnen ernsten Themen beiläufig im Alltag: Durch ein Gespräch von Erwachsenen, eine Meldung im Radio oder Fernsehen oder im Spiel mit Gleichaltrigen. Ihre Neugier ist schnell geweckt und natürlich sind die Eltern die ersten Ansprechpartner. Wichtig ist, dass man auf ihre Fragen behutsam und sensibel eingeht. Kleine Kinder brauchen geradlinige Antworten und das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die Erklärungen sollten einfach sein und einen direkten Alltagsbezug haben. Im Vorschulalter können Magazinbeiträge bei der Beantwortung schwieriger Fragen unterstützen. Die Sendung mit der Maus liefert regelmäßig Beiträge zu heiklen Themen wie Depression oder Tod. Auch die Sendung Knietzsche – der kleinste Philosoph der Welt bereitet tiefgründige Fragen für Kinder ab etwa fünf Jahren altersgerecht auf.

Schulkinder: Erklären und Anregen

Je älter Kinder werden, desto mehr Wissen und eigene Erfahrungen sammeln sie. In unserem Informationszeitalter ist es unmöglich, schreckliche Ereignisse wie Terror oder Umweltkatastrophen von ihnen fernzuhalten. Aber auch private Schicksalsschläge wie Krankheit, Trennung oder Tod sind Teil des Lebens. Wichtig ist, dass man Kinder damit nicht alleine lässt. Sie brauchen Raum, Zeit und Unterstützung bei der Verarbeitung. Und sie brauchen Erwachsene, die keine Angst haben, mit ihnen darüber zu reden. Vielfältige Informationen können hilfreich sein, aber auch Gesprächsanlässe und Anregungen liefern, über ernste Themen nachzudenken. Ein Beispiel dafür ist das Magazin Schau in meine Welt. Hier sehen Kinder Gleichaltrige, die ihre Lebensumstände zeigen. Darunter sind Kinder mit schweren Krankheiten wie Diabetes oder Depressionen. Die Sendung zeigt, wie Kinder trotz aller Einschränkungen und Herausforderungen ihr Leben in die Hand nehmen. Das kann Mädchen und Jungen Mut machen und Verständnis fördern.

Fazit

Eltern sollten im Gespräch mit Kindern vor allem authentisch sein. Das bedeutet, zu sagen, was man denkt, glaubt und fühlt. Gerade bei existenziellen Fragen kommt es auf Ehrlichkeit an. Dazu kann es auch gehören, einzugestehen, dass man auf manche Fragen keine Antwort hat. Für Medien aller Art gilt: Sie müssen für das jeweilige Alter verständlich sein und die Sicht der Kinder einnehmen. Am besten gibt man Kindern die Möglichkeit, Medienerlebnisse zu besprechen – um Bilder oder Gefühle gemeinsam zu bearbeiten oder Trost zu spenden.

 

Copyright © Programmberatung für Eltern e.V. 1997 - 2019

Zum Seitenanfang