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Fernseherziehung im Familienalltag

15. Juli 2005
Fernseherziehung im Familienalltag

"Ich will aber noch nicht ins Bett. Jetzt kommt doch meine Lieblingssendung. Die will ich unbedingt noch sehen." - Wer kennt sie nicht, die endlosen Diskussionen mit Kindern über das Fernsehen. Wer darf was wie lange sehen und wann ist des guten zuviel? Kaum eine Familie, in der nicht hin und wieder das Thema Fernsehen auf dem Programm steht. Wie in anderen Erziehungssituationen, brauchen Kinder auch beim Fernsehen feste Regeln. Es sollen gemeinsam mit den Kindern Absprachen getroffen werden, was angeschaut wird und wie lange. Dabei ist es wichtig, die Wünsche und Vorlieben der Kinder ernst zu nehmen. Einfache Ver- und Gebote, was bei ihnen über den Bildschirm flimmern soll, haben wenig Sinn. Wenig Sinn hat es auch, an einmal gefassten Beschlüssen und Absprachen für alle Ewigkeit festzuhalten. Schließlich entwickelt sich der Nachwuchs weiter und dementsprechend mehr kann man den Mädchen und Jungen in ihrem Entwicklungsverlauf auch zutrauen. In bestimmten Situationen sollten auch Ausnahmen der festen Regeln möglich sein. Diese müssen begründet und sowohl für die Kinder als auch die Erziehenden klar und nachvollziehbar sein. Konsequent sein hat nichts damit zu tun, Kinder auf die Erfüllung von Vorschriften zu trimmen. Und schließlich sollte man sich als Bezugsperson von Kindern die eigene Vorbildfunktion vor Augen führen; auch und gerade was das Fernsehen betrifft. Die eigene bewusste und kritische Fernsehnutzung ist eine gute Basis, dem Nachwuchs einen sinnvollen Fernsehumgang nahe zu bringen.

Für einen neuen Ansatzpunkt kann ein kleines Experiment dienen: Alle Familienmitglieder verpflichten sich, für eine Woche ein Fernsehtagebuch zu führen. Notiert wird, was wie lange angeschaut wurde und warum. So können Kinder und Erwachsene einiges voneinander über Vorlieben und Interessen lernen, zum anderen wird der eigene Umgang mit dem Medium Fernsehen bewusst gemacht – und zwar Kindern und Eltern!

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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