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Fernseherziehung - Regeln richtig machen

29. Dezember 2017
Fernseherziehung - Regeln richtig machen

Wer kennt das nicht? Die Hausaufgaben können warten, die Lieblingssendung, das Spiel oder die Internetseite ist gerade so spannend – nur noch ein bisschen länger! Wenn sich Kinder für etwas begeistern, können sie nicht genug davon bekommen. Deshalb sollten Eltern von Anfang an gemeinsam mit den Mädchen und Jungen klare Regeln vereinbaren.

Maß halten und Auswahl treffen

Kinder wachsen heute in einem Alltag voller Medien auf. Ob Eltern, Freunde oder Verwandte: Smartphone oder PC, Tablet und Spielkonsole sind allgegenwärtig und werden von vielen intensiv genutzt. Kein Wunder, dass auch Kinder neugierig sind und mitmachen wollen. Bei den Medienanfängern ist es wichtig, den richtigen Einstieg zu finden. Für Kleinkinder sind Bücher zum Vorlesen oder Ausmalen, Hörgeschichten und Musik geeignet. Mit Kindergartenkindern kann auch mal ein kurzes Video angeschaut oder ein altersgerechtes Spiel gespielt werden. Wichtig ist, dass die medialen Angebote kurz sind und sehr dosiert zum Einsatz kommen. Das bewusste und gezielte Auswählen sollten Kinder von klein auf mitbekommen – gerade bei der großen Vielfalt heute. Und sie müssen lernen, sich ihre Zeit vernünftig einzuteilen.

Regeln wachsen mit

Regeln sollten nichts Starres und Unbewegliches sein. Mit zunehmendem Alter werden Kinder reifer und verantwortungsbewusster, entsprechend mehr kann man ihnen zutrauen. Schließlich sollen sie später eigenverantwortlich und souverän mit dem Medienangebot umgehen können. Wichtig ist, gemeinsam Regeln zu vereinbaren, diese gut zu begründen und immer wieder anzupassen. Dabei sind unterschiedliche Wege möglich. Ab dem Grundschulalter können zum Beispiel Zeitgutscheine für den Medienkonsum zum Einsatz kommen, über die Kinder in vorgegebenen Grenzen frei verfügen dürfen. Dann darf das Spiel oder der Film auch mal länger dauern, dafür ist am nächsten Tag Sendepause.

Vorbild sein

Auch wenn es manchmal schwer fällt: Eltern sind Vorbild, gerade auch beim Umgang mit Medien. Wenn dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, leidet das Familienleben. Deshalb muss es Regeln geben, an die sich alle halten, zum Beispiel kein Smartphone beim Essen.

Um Medienregeln für alle nachvollziehbar und gerecht festzulegen, kann man auch einen Mediennutzungsvertrag aufsetzen. Ein praktische Vorlage und weitere Informationen gibt es unter www.mediennutzungsvertrag.de.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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