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Kinder & Kino - Was Eltern beachten sollten

04. September 2019

Dieses Jahr kommen viele Kinderfilme ins Kino. Von Disneys "König der Löwen" oder "Die Eiskönigin 2" bis hin zu weniger bekannten Stoffen wie "Invisible Sue". Doch der Kinobesuch wirft bei Eltern viele Fragen auf: Ab welchem Alter sind die Kleinen reif fürs Kino? Was ist bei der Filmauswahl zu beachten? Sind Filme in 3D für Kinder geeignet?

Kino ist nicht Fernsehen

Das Erlebnis Kino ist vor allem für jüngere Kinder ungewohnt und beeindruckend: Der große, geschlossene Kinosaal ist dunkel, der Ton laut und die Leinwand riesig. Je älter die Kinder werden, desto mehr entwickelt das Kino seinen magischen Reiz. Gemeinsam mit anderen tief in eine Filmgeschichte einzutauchen und Abenteuer zu erleben, ist für Kinder (wie für viele Erwachsene) etwas ganz Besonderes.

Ab welchem Alter ins Kino?

Die Atmosphäre, die große Leinwand und die Lautstärke können jüngere Kinder überfordern. Deshalb ist ein Kinobesuch erst ab einem Alter von etwa fünf Jahren ratsam. Bei empfindsamen Kindern durchaus auch später. Vor allem in großen Multiplexkinos ist die Tonspur oft sehr laut, was sich negativ auf das empfindliche Gehör der Kleinen auswirken kann. Wichtig ist, dass die Geschichten für jüngere Kinder einfach und geradlinig sind und in einem ruhigen Tempo erzählt werden. Die Länge der Filme ist leider oft ein Knackpunkt: Die Aufmerksamkeitsspanne der Kleinen ist begrenzt, viele Kinofilme sind für sie zu lang. Die Laufzeit sollte 60 bis 70 Minuten nicht überschreiten.

Welche Filme dürfen Kinder sehen?

Eine erste Orientierung bieten die Altersfreigaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). Diese Angaben sind allerdings keine pädagogischen Empfehlungen. Sie sagen lediglich aus, ab welchem Alter Kinder vermutlich keinen Schaden davontragen, wenn sie den Film sehen. Auch Filme, die ab 0 Jahren freigegeben sind, können durchaus manche Fünfjährige überfordern. Wichtig ist, sich vor dem Kinobesuch über den Film zu informieren. Einen ersten Eindruck können Trailer oder Rezensionen liefern. Pädagogische Einschätzungen zu aktuellen Kinofilmen gibt es im Internet auf flimmo.tv und kinderfilmwelt.de.

Kinoerlebnisse verarbeiten

Wenn Kinder Zeichen von Überforderung zeigen, sollten die Eltern beruhigen und trösten. Auf dem Schoß von Mama oder Papa zu sitzen oder kurz die Augen zuzuhalten, kann schon helfen. Wenn man den Film trotzdem vorzeitig verlassen muss, weil es zu aufregend wird, sollte die Filmgeschichte zu Hause zu Ende gesponnen werden. Die Auflösung ist für Kinder besonders wichtig, damit das Filmerlebnis nicht zur Belastung wird. Gespräche, (Nach-)Spielen oder Malen können helfen, das Gesehene zu verarbeiten.

Filme in 3D

Kino in 3D ist besonders beeindruckend: Das Filmgeschehen wird räumlich erlebt, Figuren und Gegenstände scheinen zum Greifen nah. Diese Effekte machen das Filmerlebnis noch intensiver und aufregender. Deshalb sind 3D-Filme erst für Kinder ab etwa Mitte des Grundschulalters geeignet, die schon einige Film und Kinoerfahrung gesammelt haben.

Die Initiative "Der besondere Kinderfilm" setzt sich für Filmstoffe ein, die originelle Geschichten aus Kindersicht erzählen. Gefördert wurden unter anderem Kinderfilmhighlights wie "Unheimlich perfekte Freunde", "Ente gut! – Mädchen allein zu Haus" und "Winnetous Sohn".

 

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