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Medien als Orientierung

03. Mai 2018

Kinder wachsen in einer Medienwelt auf. Nie zuvor gab es so viele verschiedene Möglichkeiten zur Information, Unterhaltung oder Kommunikation.Zudem liefern Medieninhalte Vorbilder und Identifikationsfiguren, sie vermitteln Werte und Normen. Die Lieblingsfigur im Fernsehen, Rollenbilder in Computerspielen oder YouTuber und andere sogenannte Influencer der Social Media-Kanäle: All das kann Einfluss darauf haben, welche Werte und Verhaltensweisen sich Kinder aneignen, welches Bild sie von sich und der Welt haben.

Themen im Altersverlauf

Wie funktioniert die Welt um mich? Wie verhalte ich mich in unterschiedlichen Situationen? Wie kann ich Konflikte und Probleme mit anderen lösen? Solche und ähnliche Fragen spielen für Kinder in ihrer Entwicklung eine große Rolle. Auf der Suche nach Antworten orientieren sich die Kleinen vor allem an Familie und Freunden. Später dann finden sie auch in Filmen, Serien oder Spielen Vorbilder und Identifikationsfiguren. Was die Kinder besonders beschäftigt, hängt sehr vom Alter ab: Für jüngere Kinder geht es zum Beispiel darum, wie man sich gegenüber Größeren durchsetzt, Freundschaften schließt oder darum, was richtig und was falsch ist.

Je älter die Kinder werden, desto mehr beschäftigen sie sich mit der eigenen Identität: Wie will ich sein? Was zeichnet mich aus? Wie verhalte ich mich in der Gruppe? Auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechterrolle ist für ältere Kinder und Jugendliche ein wichtiges Thema. Social-Media-Kanäle wie Instagram, Snapchat oder YouTube werden häufig als Versuchsfeld genutzt: Durch Likes und Kommentare wird getestet, wie man bei den anderen ankommt. Dabei bleibt aber auch die ein oder andere schmerzliche Erfahrung nicht aus.

Phänomen YouTuber

Sie filmen sich beim Schminken, geben Gaming-Tipps oder lassen ein Millionen-Publikum an ihrem Leben teilhaben: YouTuberinnen und YouTuber sind für viele Kinder und Jugendliche echte Vorbilder. Sie wirken authentisch, gehen auf ihre Fans ein und sind über die Kommentarfunktion häufig direkt ansprechbar. Aufgrund der gefühlten Nähe lassen sich Kinder und Jugendliche sehr stark von ihren Idolen beeinflussen – das betrifft auch Wertvorstellungen und Überzeugungen.

Fazit

Kinder sollten Schritt für Schritt die Medienwelt kennenlernen und "ihre" Themen in altersangemessenen Sendungen, Filmen oder Spielen wiederfinden. Die Orientierungssuche ist ein wichtiger Teil des Großwerdens, entsprechend ernst sollte man dieses Bedürfnis der Kinder nehmen. Dazu gehört auch, mediale Vorbilder nicht zu verteufeln, sondern Interesse zu zeigen und sich darüber auszutauschen. Darüber hinaus können gute, altersgerechte Medieninhalte durchaus Diskussionsstoff bieten, um mit Kindern über Werte und Vorbilder zu sprechen. Am wichtigsten ist aber immer noch die Orientierung am sozialen Umfeld, an Eltern und anderen Bezugspersonen.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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