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Mehr als fragwürdig

10. April 2019
Mehr als fragwürdig

Get the F*ck out of my House

Hundert Kandidaten, die versuchen, so lange wie möglich in einem kleinen Einfamilienhaus durchzuhalten – das ist das Konzept der ProSieben-Sendung „Get the F*ck out of my House“. Bereits zum zweiten Mal flimmert die Reality-TV-Show seit dem 09. April über den Bildschirm, wobei die Kandidaten mit noch weniger Platz auskommen müssen als im vorigen Jahr. Wer trotz körperlicher und mentaler Zwangslagen am längsten durchhält, wird belohnt: Dem oder der letzten „Überlebenden“ winken 100.000 Euro.

Kindern nicht zuzumuten

Die Umstände im gerade mal 63 m² großen Haus sind denkbar beengt. Den hundert Kandidaten stehen nur eine Toilette und eine Dusche zur Verfügung, auch Lebensmittel und Hygieneartikel sind begrenzt. Zudem ist das Haus überall mit Kameras ausgestattet, wodurch den Teilnehmenden jegliche Privatsphäre genommen wird. Streitereien und emotionale Ausbrüche werden mithilfe von Schnitt und Kamerafiltern dramatisiert und aufgebauscht. Hämische Kommentare und Texteinblendungen werten die Kandidaten zudem ab. Das Argument, dass die Frauen und Männer vorher wüssten, worauf sie sich einlassen, ist nicht zutreffend. Was es für das private Umfeld bedeutet, sich vor einem Millionenpublikum diesem menschenunwürdigen Spektakel auszusetzen, werden sicher nicht alle Beteiligten überblicken. In jedem Fall sollten Kinder diese Art von Unterhaltung besser erspart bleiben, denn die Sendung vermittelt aus FLIMMO-Sicht ein äußerst zynisches, verzerrtes und fragwürdiges Welt- und Menschenbild. „Get the F*ck out of my House“ läuft immer dienstags um 20.15 Uhr auf ProSieben.

 

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