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Prinzessin auf Abwegen: Satire, nur für Erwachsene

29. August 2018
Prinzessin auf Abwegen: Satire, nur für Erwachsene

Gespannt wurde sie erwartet: Die neue Zeichentrickserie „Disenchantment“ von „Simpsons“-Erfinder Matt Groening ist aktuell auf Netflix abrufbar. Mit viel Humor, sarkastisch und überzogen setzt sich die Serie mit Problemen der heutigen Gesellschaft auseinander, die auf eine mittelalterliche Fantasiewelt übertragen werden. Dort treffen Emanzipation auf Exorzismus, Mindestlohn auf Kreuzzüge und Leistungsdruck auf Hexenjagd.

Prinzessinnen-Klischee ade

Im Mittelpunkt von all dem steht die junge Prinzessin Bean. Mit ihrer Rolle am Hof will sie sich nicht so recht abfinden, viel lieber trinkt und spielt sie in der Taverne oder vertreibt sich die Zeit mit Raufereien. Ihrem Vater, dem selbstherrlichen König von Dreamland, passt das ganz und gar nicht. Seine Wutanfälle zeigen bei Bean jedoch keine Wirkung. Da kommt es schon mal vor, dass Bean eine arrangierte Ehe platzen lässt oder aus Versehen einen Krieg anzettelt. Die rebellische Königstochter hat dabei zwei ständige Begleiter: Der pechschwarze Dämon Luci und der kleine Elf Elfo weichen nie von ihrer Seite. Gemeinsam stellt sich das liebenswürdige Trio den Herausforderungen des Alltags – und scheitert daran.

Unterhaltung für Erwachsene

Schräge Figuren, Anspielungen auf die Gesellschaft und respektloser Humor: Was Liebhaber an der gelben Chaoten-Familie Simpson schätzen, ist auch in „Disenchantment“ geboten – aber noch einmal mehr auf die Spitze getrieben. Ältere Kinder könnte diese Mischung durchaus neugierig machen, zumal das mittelalterliche Setting inklusive Märchenschloss und die unabhängige Heldin für frischen Wind sorgen. Eltern sollten sich jedoch darüber im Klaren sein: Für Kinder ist die Zeichentrickserie wegen ihres zum Teil drastischen Humors und den für sie nicht nachvollziehbaren Anspielungen sicher nicht geeignet. Vor allem aber wird auch nicht an Gewaltdarstellungen gespart, unerwartet und drastisch sind diese Szenen für Kinder eine Belastung. So endet zum Beispiel eine Party in einem Massaker oder Hänsel und Gretel sind psychopathische Kannibalen. „Disenchantment“ ist auf Netflix ab zwölf Jahren freigegeben. Im Kinder-Bereich der Plattform ist die Serie daher nicht enthalten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte unter „Kontoeinstellungen“ die Kindersicherung aktivieren, dann kann die Serie nur mithilfe eines PIN-Codes angesehen werden.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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