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Tod und Trauer im Fernsehen

17. Juli 2019
Tod und Trauer im Fernsehen

Am Samstag, 20. Juli, zeigt Sat.1 um 20.15 Uhr den bewegenden Film „Sieben Minuten nach Mitternacht“. In diesem gelingt es dem 12-jährigen Conor, mithilfe eines imaginären Monsters langsam einen Weg zu finden,mit dem drohenden Tod seiner Mutter umzugehen. Doch so ergreifend der Film für ältere Zusehende sein mag, für Kinder unter zwölf dürfte er noch schwer zu verdauen sein.

Die Kinder nicht alleine lassen

Der Verlust eines geliebten Menschen, vor allem von Eltern und Geschwistern, zählt zu den größten Ängsten von Kindern. Umso wichtiger ist es, dass das Thema behutsam und in einem geschützten Rahmen aufgegriffen wird. Bei aufkommenden Fragen vonseiten der Kinder können ausgewählte Filme dabei helfen, Themen zu erläutern oder Gespräche zu begleiten. Allerdings sollten Eltern darauf achten, ihre Kinder mit der Filmauswahl nicht zu überfordern und sie mit der Thematik keinesfalls alleine zu lassen. Denn gerade im Umgang mit Tod und Trauer ist ein geborgenes Umfeld für Kinder wichtig, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen oder nach Trost zu suchen.

Filmbeispiele aus Kindersicht

Ein Film, der Trauer und Tod aus Kindersicht behandelt und sich für Kinder ab etwa zehn Jahren eignet, ist „Die Brücke nach Terabithia“. Darin erschaffen die beiden elfjährigen Freunde Jess und Leslie die Fantasiewelt Terabithia, die für die beiden zur Zuflucht wird. Als Leslie bei einem ihrer Ausflüge ums Leben kommt, hat Jess nicht nur mit großer Trauer, sondern auch mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Doch die Erinnerung an Leslie hilft ihm, neuen Lebensmut zu schöpfen. Auch „Shana – Das Wolfsmädchen“ greift das Thema Trauer sensibel auf und eignet sich für Kinder ab etwa neun Jahren. Hier hat die Protagonistin Shana auch zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter sehr mit ihrem Verlust zu kämpfen. Eine ungewöhnliche Reise und ihre Liebe zum Geigenspiel helfen ihr schlussendlich dabei, wieder nach vorne zu blicken. Älteren Kindern ab etwa 12 Jahren kann auch „Sieben Minuten nach Mitternacht“ zugemutet werden, solange Eltern ihre Kinder beim Schauen nicht alleine lassen und ihnen ein geschütztes Umfeld bieten.

 

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