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Tote Mädchen lügen nicht: Staffel 2

25. Mai 2018
Tote Mädchen lügen nicht: Staffel 2

Für viel Diskussionsstoff hat im März letzten Jahres die Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ gesorgt. Die Geschichte um den Selbstmord einer Schülerin entfachte hitzige Debatten wegen der drastischen Darstellung von Mobbing und sexueller Gewalt unter Jugendlichen, aber vor allem wegen der ausführlichen Darstellung des Selbstmordes. Befürchtet wurde die Gefahr der Nachahmung, vor allem bei gefährdeten Personen.

Soeben ist die zweite Staffel der Serie erschienen und auch in den 13 neuen Folgen wird nicht gespart an Themen und Problemen von Jugendlichen – und einer schonungslosen Inszenierung.

Das Leben geht weiter – oder doch nicht?

Fünf Monate zuvor Hannah hatte sich das Leben genommen. Ihr Abschiedsbrief waren 13 Kassetten auf denen sie die Gründe für ihren Suizid festhält. Jede Kassette widmete sie einer bestimmten Person, die sie für ihren Tod verantwortlich macht. In 13 Episoden wird ihr Schulfreund Clay begleitet, der sich Hannahs Leidensgeschichte anhört, die in Rückblenden erzählt wird.

Die zweite Staffel rückt nun die Sicht der anderen ins Zentrum: Hannahs Schulfreundinnen und -freunde müssen in einer Gerichtsverhandlung als Zeugen auftreten, denn ihre Eltern haben die Schule verklagt. Sie wollen Hintergründe aufdecken und Verantwortliche finden.

Für Kinder nicht zu verkraften

Auch in der neuen Staffel werden dunkle Geheimnisse und unerträgliche Wahrheiten aus dem Leben der Teenager-Schüler zutage gefördert. An Drastik steht die neue Staffel der alten nichts nach: Aufwühlende Szenen von Mobbing und körperlichen Übergriffen sind ebenso zu sehen wie Selbstverletzung, Drogensucht und sexuelle Gewalt; selbst das Thema Amoklauf wird nicht ausgespart. Schwer auszuhalten ist zusätzlich, unter welchen Seelenqualen die Jugendlichen zum Teil leiden – sei es aus Schuldgefühlen, aus ihren eigenen Sorgen und Nöten heraus oder, dass ihre Geheimnisse nun ans Tageslicht kommen.

Auch in der zweiten Staffel hat Netflix „Tote Mädchen lügen nicht“ mit einer Alterskennzeichnung von ab 16 Jahren versehen. Somit ist die Serie zwar im Kindermodus der Plattform nicht verfügbar, im Erwachsenenbereich aber durchaus. Es sei denn, die Eltern haben die Kindersicherung aktiviert, dann kann die Serie nur mit einem PIN-Code angesehen werden. Zusätzlich hat Netflix Warnungen vor und nach jeder Folge platziert, um auf drastische Darstellungen sowie Hilfs- und Beratungsangebote hinzuweisen.

Für manche Jugendliche dürfte die Serie durchaus ihren Reiz haben, zumal die öffentliche Debatte der Produktion jede Menge Aufmerksamkeit beschert hat. Sie sollten die Serie jedoch – wenn überhaupt – gemeinsam mit Eltern oder anderen Bezugspersonen anschauen. Aus pädagogischer Sicht ist der Austausch über solche schwierige Themen wichtig und hilft bei der Einschätzung und Verarbeitung des Gesehenen. Kindern jedoch sollte „Tote Mädchen lügen nicht“ angesichts der ernsten Themen und der teilweise sehr drastischen Inszenierung auf keinen Fall zugemutet werden.

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