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Werbung: Muss das sein?

04. Mai 2018
Werbung: Muss das sein?

Werbung im Fernsehen oder im Internet kann ganz schön nerven. Vor allem in Familien mit Kindern sind Werbung und Vermarktung ein Thema, oft genug auch ein Ärgernis. Manche Eltern versuchen kleine Kinder möglichst lange davon fernzuhalten. Etwa, indem werbefreies Programm wie der KiKA angeschaut wird, oder Sendungen und Filme ausschließlich von DVD, Festplatte oder BluRay abgespielt werden.

Auch kostenpflichtige Streaming-Anbieter können eine Option sein, weil diese meist auf Werbung verzichten. Auf längere Sicht lässt es sich aber kaum vermeiden, dass Kinder damit in Berührung kommen. Spätestens ab dem Grundschulalter steuern Kinder oft auch kommerzielle Sender an. Videoplattformen wie YouTube finanzieren sich ebenfalls über Werbung. Irgendwann müssen Kinder lernen, mit Werbung umzugehen. Am besten, indem sie eine kritische Haltung entwickeln und lernen, Vermarktungsstrategien zu durchschauen.

Werbeverständnis entwickelt sich

Jüngere Kinder tun sich meist noch schwer zu verstehen, was Werbung ist und was sie will. Erst ab etwa Anfang des Grundschulalters wird Kindern klar: Werbung will zum Kauf anregen. Ab etwa zehn Jahren durchblicken Kinder Werbestrategien und erfassen Zusammenhänge. Werbespots und Bannerwerbung im Internet werden kritisch unter die Lupe genommen. Subtilere, versteckte Werbung, wie zum Beispiel Produktempfehlungen oder Schleichwerbung von beliebten YouTubern (sogenannte Influencer), ist auch für die Älteren noch schwer zu durchschauen.

Tipps

Vorbild sein

Der eigene Umgang mit Werbung und Konsum kann Kinder prägen und eine kritische Grundhaltung vermitteln. Dabei hilft es, gemeinsam zu hinterfragen, was wirklich wichtig ist im Alltag und im Leben. Können die Produkte und Dienstleistungen halten, was sie versprechen?

Kinder stark machen

Für Kinder ist es wichtig, einen individuellen Geschmack zu entwickeln und zu lernen, nicht jede Mode mitzumachen. Deshalb sollten Eltern ihren Kindern den Rücken stärken, wenn »alle anderen« alles haben und dürfen.

Kreativ werden

Konsum Kreativität entgegensetzen: Tauschhandel mit Freunden oder das Ausleihen von Medienprodukten sind ebenso praktisch wie kostensparend. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Wie wäre es mit eigenen Produkttests oder Werbespots, die dann Freunden präsentiert werden? Solche Eigenproduktionen können die Machart von Werbung bewusst machen.

 

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