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Zweiter Weltkrieg im Fernsehen

28. April 2020
Zweiter Weltkrieg im Fernsehen

Das Ende des Zweiten Weltkriegs jährt sich am 8. Mai 2020 zum 75. Mal. Dieses wichtige Ereignis wird von vielen Fernsehsendern aufgegriffen und in fiktionalen und dokumentarischen Formaten behandelt. Für Kinder sind die meisten Filme allerdings nicht unbedingt geeignet.

Schwer verdauliche Filme

Der Sender Kabel 1 zeigt beispielsweise rund um den 8. Mai einige Spielfilme, die den Zweiten Weltkrieg thematisieren, Kinder aber eher überfordern. Filme wie „Der Soldat James Ryan“ (06.05.2020, 20.15 Uhr) oder „Der Untergang“ (07.05.2020, 20.15 Uhr) können Kindern durch die blutige Inszenierung von Kriegsszenen schnell zu viel werden, zumal sie auf einer wahren Begebenheit beruhen. Auch „Schindlers Liste“ (05.05.2020, 20.15 Uhr) kann vor allem jüngere Kinder durch die schonungslose Darstellung des Holocaust belasten. Die ARD greift die Themen Krieg und Holocaust mit Spielfilmen wie „Die Freibadclique“ (08.05.2020, 20.15 Uhr) oder „Nackt unter Wölfen“ (06.05.2020, 20.15 Uhr) auf, die Kinder ebenfalls überfordern können. Dies trifft auch auf die Dokumentation „Kinder des Krieges“ zu, die am 04. Mai um 20.15 Uhr in der ARD gesendet wird. Hier berichten Zeitzeugen davon, wie sie das Kriegsende als Kind erlebt haben. Schilderungen von Verletzungen, Hunger oder auch Vergewaltigung werden dabei mit drastischen Originalaufnahmen untermalt, die für Kinder kaum verkraftbar sind.

Krieg kindgerecht erklärt

Das Thema Krieg sollte Kindern keinesfalls verschwiegen werden. Gerade wenn sie von selbst Interesse zeigen, sollten Eltern darauf eingehen, Fragen beantworten und Zusammenhänge erklären. Älteren Kindern ab etwa zwölf Jahren können Dokumentationen wie „Kinder des Krieges“ durchaus zugemutet werden, sofern die Eltern dabei sind und gegebenenfalls Trost spenden. Für jüngere Kinder ab Mitte des Grundschulalters eignet sich hingegen die Serie „Der Krieg und ich“, die für ein junges Publikum entwickelt worden ist. Die Serie erzählt Kriegsereignisse aus der Perspektive von Kindern aus ganz Europa. Das Thema wird so für Kinder greifbar und verständlich, wobei auf belastende und blutige Bilder verzichtet wird. Die zugehörige Internetseite liefert neben der Serie selbst auch Hintergrundmaterialien, Zeitzeugeninterviews und Informationen für Eltern.

 

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