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Filmreihe "#WirZeigenHaltung" - Nicht für Kinder

21. März 2019
Filmreihe "#WirZeigenHaltung" - Nicht für Kinder

Mit Filmen über Verbrechen im Alltag, über Stalking und Zivilcourage widmet sich die Filmreihe „WirZeigenHaltung“ (Sat.1) in den kommenden Wochen gesellschaftlich wichtigen Themen. In Zusammenarbeit mit der Polizeilichen Kriminalprävention sollen drei fiktive Geschichten Aufklärungsarbeit leisten und für die oben genannten Themen sensibilisieren. Kindern sollten die Filme allerdings nicht zugemutet werden.

Den Auftakt der Filmreihe gibt am 25. März um 20.15 Uhr das Drama „Lautlose Tropfen“. In diesem Film wird die Hauptfigur Franziska bei einem Klassentreffen mit K.o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt. Die Suche nach dem Täter, der sie weiterhin bedroht, gestaltet sich zäh und langwierig, was für Franziska eine Belastung zusätzlich zur Aufarbeitung ihres Traumas darstellt. Im zweiten Film der Reihe, „Dein Leben gehört mir“, sieht sich die Ärztin Malu einem Stalker hilflos ausgeliefert. Ihr ehemaliger Liebhaber überwacht und verfolgt sie und schreckt auch vor einer Entführung nicht zurück. Erst als ihr Peiniger bei einem Sturz ums Leben kommt, hat Malus Qual ein Ende. In „Ein ganz normaler Tag“, dem letzten Teil der Filmreihe, wird ein junger Mann in der Straßenbahn brutal zusammengeschlagen. Da viele Zeugen aus Angst schweigen, wären die Täter beinahe ungeschoren davongekommen. Erst in letzter Minute können die Zeugen allen Mut zusammennehmen und gegen die Täter aussagen.

Für Kinder nicht zumutbar

Die Filmreihe soll zu Zivilcourage anregen und Engagement gegen das Wegschauen stärken. Stalking und andere Verbrechen sind auch in Deutschland Realität und müssen entsprechend ernst genommen werden. So löblich dieses Ansinnen auch ist, Kindern sollte die Filmreihe nicht zugemutet werden. Die sehr drastische Inszenierung von Gewalttaten sowie die physischen und psychischen Folgen für die Opfer sind schon für erwachsene Zuschauer schwer zu verkraften. Mädchen und Jungen bringen diese Bilder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die realitätsnahe Aufarbeitung der Verbrechen kann Kindern außerdem den Eindruck vermitteln, dass Verbrechen an jeder Ecke lauern. Das kann sie zusätzlich verunsichern und zu Ängsten im Alltag führen.

 

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