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Grundschulkinder wissen (meist) was läuft

18. Februar 2009
Kinder im Grundschulalter haben schon Erfahrung mit dem Fernsehen. Sie sind Fernseh-Kenner. Mit zunehmendem Alter können sie auch längeren und komplizierteren Geschichten folgen. Vorausgesetzt, diese sind überschaubar und drehen sich um Inhalte, an denen die Kinder mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen anknüpfen können. Temporeiches Geschehen und jede Menge Situationskomik schätzen sie besonders. Verstärkt achten sie auf die Dialoge und haben Spaß an Sprüchen und witzigen Wortspielereien. Was die Trennung zwischen Realität und Fiktion angeht, so ist ihnen diese immer weniger ein Problem. Sie wissen, dass die Nachrichten Wirklichkeit zeigen, Cartoons, Serien und Spielfilme hingegen "Erfundenes". Bei aufregenden Szenen greifen sie auf dieses Wissen zurück. "Ist ja bloß eine Geschichte", beruhigen sie sich und warten gebannt auf das gute Ende. Allerdings hat diese Strategie Grenzen. Mit allzu drastischen und blutigen Gewaltdarstellungen kommen sie nicht gut zurecht, auch wenn sie wissen, dass nur Filmblut fließt. Manche Sendungen machen es ihnen außerdem zusätzlich schwer, ihr bereits erworbenes Wissen anzuwenden. Bei Reality-TV-Sendungen wie "Notruf" oder "echt wahr" ist das zum Beispiel der Fall. Hier geht es um die Gefahren des Alltags. Dargeboten werden sie als Tatsachenberichte, mal mit scheinbar realen, mal mit offensichtlich nachgestellten Szenen. Dass derartige Verwirrspiele nur die Sensationsgier bedienen, können Grundschulkinder noch nicht durchschauen. Wirklichkeit und Erfundenes gerät ihnen durcheinander. Das aber sind denkbar ungünstige Bedingungen, um mit dem Geschehen auf dem Bildschirm zurechtzukommen und nicht alles für bare Münze zu nehmen, was das Fernsehen zeigt.

 

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