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"Iron Sky" - Düstere Satire nur für Erwachsene

18. Juli 2014
"Iron Sky" - Düstere Satire nur für Erwachsene

Es soll eigentlich nur eine clevere Werbeaktion im Wahlkampf sein: Im Jahr 2018 lässt die amtierende US-Präsidentin nach fast 50 Jahren wieder Astronauten auf dem Mond landen. Doch was die Amerikaner dort entdecken, löst Staunen aus: Nachfahren der deutschen Nationalsozialisten haben sich nach dem 2. Weltkrieg dort niedergelassen und eine gigantische Raumschiff-Flotte aufgebaut. Prompt werten die Mond-Nazis die Eindringlinge als erste Anzeichen einer Invasion und bereiten den Gegenschlag auf die Erde vor ...

Bereits an dieser Stelle wird klar: „Iron Sky“ ist eine äußerst skurrile Science Fiction-Satire und beinhaltet als solche auch allerhand politisch unkorrekte Gags: Vom „Albinisierungsprogramm“ der Nazis, das die Haut des schwarzen Astronauten James Washington weiß färbt bis hin zum „Meteor-Blitzkrieg“ der Deutschen werden mit den Mitteln des Science-Fiction Genres die Themen Nationalsozialismus und Machtgier gnadenlos durch den Kakao gezogen.

Für Erwachsene ist der mitunter makabre Humor amüsant, doch Kinder, denen der satirische Gehalt des Films noch verborgen bleibt, könnte der Film überfordern und sogar ängstigen. Denn insbesondere jüngeren Zuschauern fehlt die Kenntnis über die Ideologie des Nationalsozialismus und auch das Verständnis, die Darstellungen des Films als Parodie einzuordnen. Dementsprechend werden die zahlreichen Gewaltdarstellungen und die unheimlichen Raumschiffe der Nazis, die in eine realitätsnahe Lebenswelt eindringen, eher für Beklemmung und Grusel sorgen – erst Recht, wenn sich am Ende alle Erdnationen gegenseitig bekämpfen und die Erde vernichten. So ist „Iron Sky“ (18. Juli 2014, 20.15 Uhr, RTL II) zwar eine ungewöhnliche Satire, aber letzten Endes in der Rubrik „Nicht für Kinder“ einzuordnen.

 

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