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Promi Big Brother - fragwürdiges Zeltlager

14. August 2019
Promi Big Brother - fragwürdiges Zeltlager

Das TV-Sommerloch wartet auch in diesem Jahr mit jeder Menge zweifelhaften Formaten auf: Am Wochenende ging „Promi Big Brother“ in die mittlerweile siebte Staffel. Neuerungen im Spielprinzip treiben Lästereien, Häme und Missgunst auf die Spitze. Täglich werden nach 22 Uhr mehrstündige Zusammenfassungen auf SAT.1 gezeigt, freitags zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Zusätzlich stehen die Folgen auf der Senderwebsite bereit.

Zwölf Frauen und Männer, bekannt aus Castingshows und anderen Reality-Formaten, leben zwei Wochen lang unter 24-stündiger Kamerabeobachtung von Big Brother. Allerdings leben die Möchtegern-Promis diesmal nicht in einem Haus, sondern auf einem Campingplatz. Dieser ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Während die Luxuscamper im Komfort „zelten“, muss sich das Team im Zeltlager mit Kaltwasserdusche, Campingklo und Kochstelle über einem offenen Feuer begnügen. Ab und an wird eine Trennwand in Form eines Gartenzauns geöffnet, dann können sich die beiden Lager „austauschen“ – mitunter entlädt sich hier die miese Stimmung, Psychospielchen, Streit und Tränen werden hier freien Lauf gelassen.

Damit keine Langeweile aufkommt, müssen die Teilnehmenden täglich Spiele und Aufgaben meistern. So können sie ihr mageres Budget für Essen und andere Dinge aufstocken. Publikum wie auch die Lager selbst mischen dabei mit, wer die Seiten wechseln darf – was zu überraschenden Wendungen und jeder Menge Konflikte führt.

Für Kinder: Mit Ecken und Kanten

Sendungen wie „Promi Big Brother“ sind beim FLIMMO in der Rubrik „Ecken und Kanten“ zu finden. Zwar werden sie von Kindern häufig als reizvoll erachtet, sind aus pädagogischer Sicht jedoch äußerst zweifelhaft und Kindern auf Dauer nicht zuträglich. Jüngere Kinder bis etwa Ende des Grundschulalters sollten solche Sendungen am besten gar nicht sehen. Auch bei älteren Kindern ist es wichtig, einen kritischen Blick zu fördern. Wenn man eine Sendung genau unter die Lupe nimmt, zeigt sich schnell, was an dem Reality-TV-Format fragwürdig ist.

Das Spielprinzip ist darauf ausgelegt, Neid, Häme und Missgunst zwischen den Bewohnern zu schüren. Zudem werden allerlei Privates und Intimes sowie die Schwächen und Eigenarten der Teilnehmer für Unterhaltungszwecke zur Schau gestellt. Außerdem wird vermittelt, dass Menschen für Geld und mediale Aufmerksamkeit zu allem bereit sind. Die Gespräche zwischen den „prominenten“ Kandidaten sind dabei oft unter der Gürtellinie. Hämische Texteinblendungen und Kommentare der Moderatoren sorgen zusätzlich für Abwertung der Teilnehmenden.

Kindern sollte diese Art von Unterhaltung besser erspart bleiben, denn die Sendung vermittelt aus FLIMMO-Sicht ein äußerst zynisches, verzerrtes und abwertendes Welt- und Menschenbild.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

 

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