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Kikis kleiner Lieferservice – neuverfilmt

01. April 2015
Kikis kleiner Lieferservice – neuverfilmt

Der Anime-Film von der kleinen Hexe Kiki, die fern von zuhause ihr Lehrjahr meistert, dürfte wahrscheinlich vielen bekannt sein. Der japanische Regisseur Hayao Miyazaki (Chihiros Reise, Das wandelnde Schloss) hat den Roman von Eiko Kadono bereits im Jahr 1989 mit großem Erfolg verfilmt. Jetzt ist Kiki zurück: nicht im Genre Zeichentrick, sondern als buchstäblich echte Heldin. Das ZDF zeigt am 6. April den gut 100-minütigen Spielfim als Fernsehpremiere. Besonders für Kinder im Grundschulalter verspricht er unterhaltsame Minuten.

Zur Geschichte

Die Junghexe Kiki ist 13 Jahre alt und das bedeutet: Sie darf endlich ihre Hexenausbildung abschließen! Um ihre magischen Fähigkeiten zu vollenden, muss sie jedoch für ein Jahr fern ihrer Familie leben. So verlangt es die Hexentradition. Kiki macht sich mit ihrem Flugbesen und Katze Jiji auf die Reise und landet schon bald in einem kleinen Städtchen am Meer. Dort lebt sie sich schnell ein, findet neue Freunde und eröffnet mithilfe der netten Bäckerin Osono ihren eigenen, ganz besonderen Lieferservice. Auf ihrem Besen trägt sie Waren in der ganzen Umgebung aus. Die Aufträge boomen. Doch nach einiger Zeit machen die Bewohner des Städtchens die kleine Hexe für alle Missgeschicke verantwortlich, die im Alltag passieren. Kiki ist so verzweifelt darüber, dass sie ihre Hexenkräfte und damit ihre Flugfähigkeiten zu verlieren droht. Als ein Notruf aus dem städtischen Zoo kommt, muss sie darum all ihren Mut zusammennehmen, um den ungewöhnlichen Lieferauftrag zu erfüllen. In einem tollkühnen Besenflug bei stürmischem Unwetter rettet Kiki schließlich das Leben des Nilpferdbabys Maruko und findet so wieder zu ihrem Selbstvertrauen zurück. Ihr Freund Tombo, der nie an ihr zweifelte, begleitet und bestärkt sie dabei.

Was der Film Kindern bietet

Gegenüber dem Zeichentrickfilm setzt die Realverfilmung inhaltlich andere Akzente, etwa mit der Rettungsaktion des Nilpferdbabys. Davon abgesehen, bietet der Film mit der liebenswerten und starken Filmfigur Kiki für Kinder vielseitige Anregungen. Ihr offenes Wesen, ihr Mut und ihr am Ende unerschütterlicher Glaube an sich selbst lassen Kiki nicht nur gute Freunde finden. Diese Eigenschaften unterstützen sie auch auf ihrem nicht immer leichten Weg zum Großwerden. Oder besser: zum Hexendasein. Kikis Erlebnisse und Erfahrungen auf diesem Weg sind aber nicht nur für kleine Hexen bedeutsam. Den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, Ängste zu überwinden, Freunde oder Freundinnen zu haben, die fest zu einem halten, all das spricht auch die Themen und Wunschbilder von Kindern an. Der detailreich inszenierte Film samt sprechender Katze und computeranimierten Flugszenen mit dem Besen vermag die Kinder außerdem in eine faszinierende und märchenhafte Welt zu entführen, in der trotz manch dramatischer Ereignisse das Happy End immer in Sicht ist. Noch ein Tipp: Da die Erzählweise des Realfilms komplexer ist als die des Trickfilms, dürften Kinder im Vorschulalter und fernsehunerfahrene Kinder bei manchen Szenen sicher noch Erklärungen benötigen.

 

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