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Castingshows

Was macht sie bei Kindern so beliebt?

Castingshows sind nach wie vor der Renner bei Kindern. Besonders beliebt sind Formate mit jungen Protagonisten. An Sendungen wie „The Voice Kids“ oder „Dein Song“ finden die Befragten gut, dass auch Kinder eine Plattform für ihr Talent bekommen. Aber auch Formate wie „Das Supertalent“, in denen Kinder nur teilweise im Zentrum stehen, sind für viele attraktiv.

Unterhaltung und Mitfiebern

Reizvoll an Gesangsshows ist zum einen die musikalische Unterhaltung. Zum anderen finden Kinder den Wettbewerbscharakter spannend: Sie fiebern mit, wer weiterkommt und wie sich die Teilnehmer der Konkurrenz gegenüber schlagen. Castingformate knüpfen an Wünsche und Hoffnungen von Kindern an und sprechen Themen an, mit denen sich Kinder im Verlauf ihrer Entwicklung auseinandersetzen: eigene Träume verwirklichen, Umgang mit Konkurrenz oder von anderen anerkannt und akzeptiert zu werden.

Fiese Sprüche und der Traum vom Ruhm

Problematisch wird es, wenn Kandidaten zu Showzwecken auf erniedrigende Art und Weise vorgeführt werden, wie es zum Teil bei „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Das Supertalent“ der Fall ist. Bei der Befragung wurde in diesem Zusammenhang deutlich, dass Kinder äußerst sensibel auf abwertende und persönliche Kritik reagieren.
Kinder vor dem Bildschirm verstehen nicht immer, dass Casting-Formate inszeniert sind. Der Traum selbst ein Star und berühmt zu werden, scheint greifbar nahe und für jeden möglich zu sein. Vor allem jüngere Kinder bis zum Ende des Grundschulalters haben Schwierigkeiten, sich von diesen Traumbildern zu distanzieren. Älteren ist es eher möglich, eine kritische Haltung zu Castingshows einzunehmen.

Tipps für Eltern

In jedem Fall sollten Eltern ein Auge darauf haben, wie „The Voice Kids“ und Co. beim Nachwuchs ankommen. Gesprächsanlässe in der Familie bieten Castingsendungen allemal:

  • Blick hinter die Kulissen: Je mehr Kinder über das Sendungskonzept wissen, desto weniger entwickeln sie falsche Vorstellungen und Hoffnungen.
  • Anpassung um jeden Preis: Um zu gewinnen, fügen sich die Kandidaten häufig den Regeln und Anforderungen der Jury. Diese Anpassung und Selbstoptimierung um jeden Preis kann kritisch hinterfragt werden.
  • Respektvoller Umgang: Angesichts der teils harschen Kritik der Juroren kann mit Kindern darüber gesprochen werden, wie man angemessen und auf Augenhöhe mit anderen Menschen umgeht.
  • Verlieren gehört dazu: Scheiden die Kandidaten aus, werden ihre Emotionen häufig übertrieben in Szene gesetzt. Dies kann als Anlass genommen werden, gemeinsam zu überlegen, wie es gelingt, mit Enttäuschung und Niederlage umzugehen.
  • Selber Musik machen: Wecken Castingshows die Lust auf Musik, Tanz und Gesang, kann in der Familie auch mal eine eigene Talentshow veranstaltet werden. Schließlich macht Musik Spaß und bereichert – auch ohne Rampenlicht und große Karriere!

 

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