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TikTok

Was fasziniert Kinder? Worauf sollten Eltern achten?

TikTok ist eine kostenlose App, mit der man kurze Videos erstellen und mit anderen teilen kann. Die App ist vor allem bei Kindern sehr beliebt, obwohl sie offiziell erst ab 13 Jahren genutzt werden darf. Jedoch werden weder das Mindestalter noch das Einverständnis der Eltern geprüft. Erlauben Eltern die App, sollten sie mit ihrem Kind Regeln zur Nutzung vereinbaren und ein paar wichtige Einstellungen vornehmen.


Kurze Clips, die begeistern

Viele Kinder sind fasziniert von TikTok, weil man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Bekannt ist die App vor allem für die kurzen Playback-Videos, die sich ganz leicht aufnehmen lassen. Die TikTok-Fans setzen sich effektvoll in Szene: Zu aktuellen Songs entstehen originelle Choreografien und witzige Parodien. Mit Hilfe von Effekten, Filtern und Stickern werden die Clips zu kleinen Kunstwerken. Dabei geht es nicht um das perfekte Video, für die meisten Mädchen und Jungen steht der Spaß im Vordergrund.
Neben den Videos rund ums Singen und Tanzen gibt es alles Mögliche, zum Beispiel zu Tieren, Sportarten, Comedy oder zum Basteln. Die Anregungen und Anleitungen, selbst kreativ zu werden oder Neues auszuprobieren, kommen an. Hochgeladene Videos werden mit einem Hashtag versehen und können so durchsucht werden. Man kann Videos liken oder kommentieren und Personen folgen.

Trends und Challenges

Längst sind viele Prominente auf TikTok, die Plattform hat aber auch schon ihre eigenen Stars hervorgebracht. Wie überall auf Social-Media-Kanälen gibt es auch hier Trends und Challenges, die zum Nachmachen anregen: Ob der Siegertanz „Floss“ aus dem Game Fortnite bis hin zum „Kühe-Erschrecken“, besser bekannt als „Scaring-Cow-Challenge“ oder „Kulikitaka“. Manches ist durchaus fragwürdig und gerade Kinder sollten nicht alles mitmachen.

Problembereiche und Stolpersteine

Neben seltsamen Trends und Challenges können Kinder auf TikTok auch mit ängstigenden Inhalten, sexueller Belästigung und unangemessenen Kommentaren konfrontiert werden. Auch Werbung und In-App-Käufe werden auf TikTok ein immer größeres Thema. Manche Kinder sind schon sensibilisiert, anderen sind die Risiken und Stolpersteine nicht bewusst. Wenn Eltern ihren Kindern TikTok erlauben, sollten sie unbedingt die ersten Schritte begleiten, Einstellungen vornehmen und über Verhaltensregeln sprechen.

Wichtige Regeln für TikTok

  • Sicherheit geht vor: Nach dem Herunterladen der App sollte das Konto unbedingt auf „privat“ gestellt werden. So kann zumindest selbst bestimmt werden, wer die eigenen Videos sieht, kommentiert oder einem Nachrichten schicken darf. Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen sollten überprüft werden.
  • Wer will, kann zusätzlich den „begleitenden Modus“ nutzen. Damit wird es möglich, folgende Einstellungen direkt vom Smartphone der Eltern aus zu steuern: Nutzungszeit, Austausch von Nachrichten, Aktivierung des eingeschränkten Modus (Inhalte für Erwachsene werden nicht angezeigt). Weitere Informationen dazu gibt es bei TikTok selbst:  Begleitender Modus
  • Weniger ist mehr: Legen Sie gemeinsam fest, was in den Clips zu sehen sein darf und was nicht: Was gibt zu viel preis oder lässt Rückschlüsse auf die Schule oder die Wohnung zu? Sind die Inhalte vielleicht peinlich oder zu freizügig? Mit etwas Kreativität gelingen auch Clips, in denen das Gesicht nicht zu sehen ist.
  • Sensibilisieren und stärken: Wichtig ist es, Kinder für Gefahren wie sexuelle Belästigung, Mobbing, Urheberrechtsverletzungen, Kostenfallen und gefährdende Inhalte zu sensibilisieren. Kinder brauchen außerdem Ansprechpartner, sollten sie doch mal verunsichert sein oder Fragen haben. Auch über den Sinn und Unsinn von Challenges sollte gesprochen werden.
  • Rechtliches: Die Videos besser nicht auf anderen Plattformen teilen, die Lizenzen für Lieder und Filmszenen gelten nur für TikTok. Sind andere Personen im Video zu sehen, müssen diese vorher um Erlaubnis gefragt werden („Recht am eigenen Bild“).
  • Gemeinsamer Spaß: Gemeinsam Videos zu erstellen macht Spaß und schafft gemeinsame Erlebnisse. Außerdem bleiben Sie dadurch mit Ihrem Kind im Gespräch über Lieblingsvideos, interessante Inhalte und mögliche Stolpersteine.

 

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