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Vermarktung von Film- und Musikstars

Für Kinder schwer zu durchschauen

Musik nimmt in Filmen und Serien häufig einen besonderen Stellenwert ein. Filmdarsteller, die singen und gleichzeitig als Musiker erfolgreich sind, werden häufig zu Idolen und begeistern viele junge Fans. Vor etlichen Jahren wurde zum Beispiel „Hannah Montana“ alias Miley Cyrus angehimmelt, aktuell ist Lina Larissa Strahl aus den „Bibi & Tina“-Filmen angesagt. Solche Schwärmereien sind für Kinder, vor allem Mädchen, nicht ungewöhnlich. Dabei wird die Beliebtheit von aufstrebenden Film- und Musikkünstlern gezielt vermarktet: Die musikalische Karriere profitiert von den Filmerfolgen – und umgekehrt. Kinder haben oft Schwierigkeiten, diese Vermarktungsstrategien zu durchschauen.

Das Geschäft mit der Bewunderung

Klamotten, signierte Plakate, Kosmetikartikel, Hörspiele, Musik-CDs und andere Medien – zu angesagten Film- und Musikstars gibt es häufig unzählige Produkte zu kaufen. Junge Fans können oft gar nicht genug davon bekommen. Um ihrem Vorbild ganz nah zu sein, möchten sie am liebsten alles haben. In ihrer Begeisterung erkennen sie nicht, dass die vielen Produkte rund um ihr Idol meist deutlich teurer sind als Vergleichbares. Problematisch wird es auch, wenn die umschwärmten Vorbilder im Alltag der Kinder sehr präsent sind. Eine einseitige Medienwelt kann Kinder stark beeinflussen, zum Beispiel was Rollenbilder angeht. Eltern sollten darauf ein Auge haben.

Was Eltern tun können

  • Sensibilisieren: Je eher sich Mädchen und Jungen bewusst sind, was hinter den Vermarktungsstrategien steckt, desto eher lernen sie, kritisch damit umzugehen.
  • Nachforschen: Anhand von Bewertungen und Empfehlungen kann gemeinsam mit dem Kind überprüft werden, ob ein Produkt hält, was es verspricht, und ob es wirklich gebraucht wird.
  • Kinder ins Boot holen: Den Verlockungen des Medienmarktes lässt sich leichter widerstehen, wenn der Nachwuchs Produkte vom eigenen Taschengeld bezahlen soll. Kaufentscheidungen sollten natürlich trotzdem in Rücksprache mit den Eltern getroffen werden.
  • Selbst Vorbild sein: Die Vorbildfunktion von Eltern und anderen Bezugspersonen ist nicht zu unterschätzen, auch was den Umgang mit Merchandising-Produkten angeht.
  • Ruhe bewahren: Schwärmereien und Phasen der Bewunderung für bestimmte Stars sind so intensiv wie normal – und gehen meist auch von alleine wieder vorüber. Deshalb gilt: nicht verrückt machen lassen!

 

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