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Hartz und herzlich (Dokumentation, RTL II, Mo-Fr)

15. Februar 2019
Hartz und herzlich (Dokumentation, RTL II, Mo-Fr)

Ob Ärger mit dem Arbeitsamt, familiäre Streitigkeiten, Schulden oder Existenzängste – in der Dokumentationsserie „Hartz und Herzlich“ stehen Menschen im Fokus, die am Existenzminimum leben. Die Kamera begleitet die Bewohner sozialer Brennpunkte durch den Alltag, der von Armut, persönlichen Schicksalsschlägen oder Krankheiten geprägt ist. Da ist zum Beispiel die achtfache Mutter Kathrin, die mit hohen Schulden zu kämpfen hat. Oder der 22-jährige Marcel, der mit allen Mitteln versucht, endlich Arbeit zu finden. Doch trotz aller Sorgen und Nöte halten die Bewohner der Problemviertel fest zusammen und helfen sich gegenseitig, wo sie nur können.

Die pädagogische Orientierung

  • Die Hartz-IV-Empfänger werden in der Dokumentation sehr einseitig und überspitzt dargestellt. Düstere Kamerafilter, ungünstige Lichtverhältnisse und dramatische Musik verstärken diesen Effekt. Kinder können diese Manipulation durch die TV-Inszenierung nur schwer durchschauen. Diese Art der Inszenierung und die damit verbundene Emotionalisierung tragen dazu bei, Vorurteile gegenüber Bevölkerungsgruppen zu festigen, die in Armut leben und kaum Perspektiven haben.
  • In ihrem Umgang mit Problemen und Rückschlägen werden die Mitwirkenden zu Unterhaltungszwecken vorgeführt und ihre zum Teil hoffnungslose Situation zur Schau gestellt. Gerade in schwierigen Situationen weicht die Kamera nicht von der Seite der Hartz-IV-Empfänger, um den Voyeurismus der Zuschauer zu bedienen.

Sendungen mit ähnlichem Charakter

  • Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern (RTL II)
  • Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt (RTL II)
  • Teenie-Mütter – Wenn Kinder Kinder kriegen (RTL II)

 

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