
Warum nicht die Sommerferien nutzen, um mal medienfreie Zeiten zu genießen? Die folgenden Challenges fordern Eltern wie Kinder heraus, Smartphone, Tablet und Co. zur Seite zu legen. Das kann dabei helfen, den eigenen Medienumgang zu überdenken, „Medien-Routinen“ zu durchbrechen und auf neue Freizeitideen zu kommen.
Jetzt kommt es auf Kreativität und Schlagfertigkeit an: Die ganze Familie versucht, sich möglichst lange nur in Reimen zu unterhalten. Entweder reimt sich die Antwort auf die vorherige Aussage oder sie enthält selbst einen passenden Reim. Gar nicht so einfach – und oft ziemlich lustig. Wie lange hält die Familie gemeinsam durch?
Mit offenen Augen durch die Natur: Jedes Familienmitglied sammelt oder entdeckt möglichst viele verschiedene Dinge aus einer vorher festgelegten Kategorie – zum Beispiel Blätter, Blumen, Steine, Federn oder Baumarten. Wer entdeckt die größte Vielfalt? Anschließend können die Fundstücke gemeinsam betrachtet und verglichen werden.
Jetzt heißt es: Ohren auf! Die Familie sucht sich einen ruhigen Platz im Garten, im Park oder auf dem Balkon und ist eine Minute lang mucksmäuschenstill. Danach erzählt jedes Familienmitglied, welche Geräusche es gehört hat – vom Vogelgezwitscher über raschelnde Blätter bis hin zu entfernten Autos oder summenden Insekten. Wer hat am genauesten hingehört?
Hier sind Einfallsreichtum und Teamwork gefragt: Aus Alltagsgegenständen oder Naturmaterialien wird gemeinsam etwas Neues erfunden – zum Beispiel eine verrückte Maschine, ein Fantasie-Fahrzeug oder ein ganz besonderes Möbelstück. Zum Schluss stellt jedes Team seine Erfindung vor und erklärt, wofür sie gedacht ist.
Die Challenge stellt die Familie vor die Herausforderung, einen gemeinsamen Ausflug ganz ohne digitale Hilfsmittel zu planen. Das Ziel wird spontan ausgewählt – ganz ohne Online-Recherche. Auch Navigationsgeräte bleiben in der Tasche. Vor Ort bleibt das Smartphone ebenfalls in der Tasche: Statt Fotos zu machen oder Videos zu drehen, stehen Ballspiele, Picknick oder Badespaß auf dem Programm. pp: Für Notfälle sollte mindestens ein Smartphone dabei sein.
Jetzt wird’s kreativ: Jedes Familienmitglied erhält die Aufgabe, aus bestimmten Materialien (z. B. Straßenmalkreiden, Knete oder Spielzeug) ein Kunstwerk zu gestalten – etwa ein Bild oder eine Skulptur. Ob es dafür ein gemeinsames Motto gibt oder alle ihrer Fantasie freien Lauf lassen, entscheidet die Familie selbst. Zum Schluss werden die Kunstwerke in einer kleinen Familien-Ausstellung präsentiert und bestaunt.
Diese Challenge eignet sich besonders für verregnete Tage. Hierfür werden alle Brett- und Kartenspiele hervorgeholt, die sich finden lassen. Nun kann der Spielemarathon beginnen – die Familienmitglieder treten allein oder in Teams gegeneinander an. Für jedes gewonnene Spiel gibt es Punkte. Wer am Ende des Spielemarathons die meisten Punkte gesammelt hat, wird mit einem Preis belohnt.
Für diese Challenge denkt sich jedes Familienmitglied eine eigene Geschichte aus. Diese kann sich zum Beispiel um die liebsten Medienheld*innen drehen oder aus dem eigenen Alltag kommen. Im Anschluss wird jede Geschichte vorgetragen. Alternativ überlegt sich ein Familienmitglied den Anfang einer Geschichte und trägt diesen vor. Nun überlegt sich jedes Mitglied allein oder in einem Team, wie die Geschichte weitergehen könnte. Die kreativste Idee gewinnt.
Jetzt ist Bewegung angesagt: Im Garten oder auch im Stadtpark wird ein Sport-Parcours mit verschiedenen Einheiten aufgebaut, sodass eine kleine Olympiade veranstaltet werden kann: Vom Wettrennen über Sackhüpfen bis hin zum Eierlauf – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer gewinnt, bekommt eine Belohnung.
Bei dieser Challenge müssen sich alle Familienmitglieder verkleiden: Zum Beispiel schlüpfen alle in die Rolle ihrer liebsten Medienheld*innen, verkleiden sich als andere Familienmitglieder und Freund*innen oder verkörpern Personen aus dem Schul- und Arbeitsalltag. Im Anschluss wird reihum geraten, wen welches Kostüm darstellen soll.
Für diese Challenge versteckt ein Familienmitglied (Eltern oder Kinder) verschiedene Hinweise in der Wohnung, im Garten oder sogar in der gesamten Stadt. Ziel ist es, mithilfe der Hinweise zu einem versteckten Schatz, beispielsweise eine Dose voller Süßigkeiten oder kleinen Geschenken, zu finden. Technische Hilfsmittel sind dabei natürlich verboten.
Die gemeinsame Medienauszeit kann Anstoß dafür sein, die Mediennutzung in der Familie einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Auch den Umgang mit Medien schauen sich Kinder von den Erwachsenen ab. Um so wichtiger ist es, den eigenen Medienkonsum zu reflektieren: Wie oft nutze ich Medien und warum? Gibt es Alternativen, die ich nutzen kann?
Familienregeln tragen zu einem stressfreien Medienalltag bei. Es empfiehlt sich, gemeinsam medienfreie Zeiten zu vereinbaren und Nutzungszeiten je nach Alter festzulegen. Mehr zum Thema Medienregeln finden Sie hier.
Fotos über Instagram, Facebook oder über den WhatsApp-Status zu teilen, ist zur Normalität geworden. Gerade Urlaubsfotos werden gerne mit der Familie und dem Freundeskreis geteilt. Was Eltern beachten und wissen müssen, wenn Fotos und Videos ins Netz gestellt werden: