Mit Videos informieren - wie das gut klappt
Medienerziehung

Mit Videos informieren - wie das gut klappt

Egal, ob Wissensmagazin, YouTube-Kanal oder Kindernachrichten: Wissen und Information kommt bei Kindern an, wenn sie emotional und humorvoll aufbereitet sind und die eigene Lebenswelt einbeziehen. Das macht neugierig, hilft beim Erinnern und verknüpft Wissen mit positiven Gefühlen. Doch nicht jedes Video ist gleich gut geeignet. Entscheidend ist, wie Informationen präsentiert werden – und ob Kinder genug Zeit haben, sie wirklich zu verstehen.

Warum Shorts & Co. problematisch sind

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Kinder können ihre Aufmerksamkeit noch nicht so lange und gezielt steuern wie Erwachsene. Kurze, bunte und abwechslungsreiche Inhalte kommen ihnen entgegen. Angebote wie YouTube Shorts, TikTok oder Spiele-Apps liefern schnelle, spannende, emotional aufgeladene Inhalte, die sofort belohnen.
Das Problem: Kinder werden regelrecht hineingezogen. Das Aufhören fällt schwer und für die Verarbeitung bleibt kaum Zeit. Die Folge ist eine Reizüberflutung – viele Informationen, wenig Verständnis. Wer ständig nur kurze Clips schaut, verliert langfristig an Konzentrationsfähigkeit. Tiefes Nachdenken oder längeres Zuhören wird schwieriger.

Das macht gute Informationssendungen aus

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Viel mehr profitieren Kinder von Sendungen, die etwas langsamer erzählt sind, aber trotzdem abwechslungsreich bleiben. Wenn Fakten wiederholt werden, animierte Elemente oder kleine Pausen eingebaut sind, können sie das Gesehene besser verarbeiten. Auch Humor, Spannung oder eine überraschende Wendung helfen, aufmerksam zu bleiben. Wichtig ist, dass Sprache und Themen nah am Alltag der Kinder sind. So fühlen sie sich angesprochen und können die Informationen besser verstehen.
Erst im Jugendalter wächst die Fähigkeit, sich auch mit weniger spannenden Themen zu befassen, weil sie langfristige Ziele verstehen (z. B. gute Noten, berufliche Chancen oder persönliches Interesse).

So wird aus Zuschauen echtes Wissen

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Videos können beim Erklären helfen, Lernstoff festigen oder Neugier wecken – egal, ob in der Schule oder daheim. Aber nur, wenn Kinder sich aktiv damit auseinandersetzen. Das klappt mit einfachen Mitteln:

  • Darüber reden
    Kinder erzählen gern, was sie gesehen haben. Im Gespräch lassen sich das Gesehene wiederholen und Verständnisschwierigkeiten auflösen.

  • In einen Kontext setzen
    Vor dem Anschauen hilft eine kurze Frage wie: „Was wollen wir mit dem Video herausfinden?“ So behalten Kinder das Ziel im Blick und lassen sich weniger ablenken.

  • Selbst ausprobieren
    Experimente oder DIY info_outlined-Videos regen zum Mitmachen an. Wer etwas nachmacht oder ausprobiert, behält es länger im Gedächtnis – und Lernen macht mehr Spaß. Einige solcher Videos haben wir unten verlinkt.

Videos sind tolle Lernbegleiter – wenn sie bewusst genutzt werden. Kinder brauchen Orientierung, um zwischen Unterhaltung und Wissen zu unterscheiden. Wenn Eltern mit ihnen ins Gespräch kommen und gemeinsam hinschauen, wird aus Zuschauen echtes Wissen.


Das macht gute Informationssendungen für Kinder aus:

  • Bezug zur Lebensrealität und den Interessen der Kinder
  • Abwechslungsreiche Erzählform, aber nicht zu schnell geschnitten
  • Wiederholungen und Zusammenfassungen
  • Humor, Spannung, Neugier wecken
  • Gleicher Aufbau einer Sendung erleichtert die Konzentration auf das Wesentliche
  • Personen oder Figuren als Sympathieträger
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