
Influencer*innen sind für viele Kinder Vorbilder und eine wichtige Infoquelle – besonders bei Mode, Lifestyle und Gaming. Nebenbei prägen sie aber auch ihr Weltbild. Auf Social Media ist es besonders schwer, zwischen Meinung, Werbung, Fake News und seriöser Information zu unterscheiden. Umso wichtiger, dass Eltern mitbekommen, welche Kanäle bei ihren Kindern beliebt sind.
Kinder und Jugendliche suchen nach Orientierung, Zugehörigkeit und Identifikationsfiguren. Influencer*innen bieten genau das: Sie wirken authentisch, sprechen Jugendsprache und teilen ihren Alltag. Dadurch entsteht der Eindruck, man kenne diese Person wirklich. Wenn ein Lieblings-YouTuber oder eine TikTokerin etwas empfiehlt oder eine klare Meinung äußert, wirkt das schnell glaubwürdig. Dass dahinter ein Geschäftmodell steckt, mit dem Ziel Klicks zu erzeugen oder Produkte zu bewerben, ist für Kinder schwer zu durchschauen.
Auf Social Media zählt Aufmerksamkeit. Je emotionaler, überraschender oder lustiger ein Beitrag ist, desto stärker verbreitet er sich. Meinungen klingen dann wie Fakten, einfache Erklärungen wirken überzeugender als komplexe Zusammenhänge. So lernen Kinder: Was oft gelikt oder geteilt wird, scheint wichtig oder wahr zu sein.
Eltern können hier unterstützen, indem sie mit ihren Kindern gemeinsam prüfen:
Social Media zeigt nicht die ganze Welt – sondern das, was den Nutzenden gefällt. Algorithmen merken sich, welche Inhalte angeklickt oder gelikt werden, und bieten immer mehr vom Gleichen. So entstehen Filterblasen und Echokammern: Kinder sehen vor allem Inhalte, die ihre Sicht bestätigen. Andere Meinungen oder Fakten geraten aus dem Blick. Das kann ihr Weltbild einseitig prägen und die Fähigkeit schwächen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen.
