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Bewegender Kinofilm: Supa Modo

26. April 2019
Bewegender Kinofilm: Supa Modo

Worum geht’s?

Die neunjährige Jo ist unheilbar krank. Weil die Ärzte nichts mehr für sie tun können, soll sie ihre letzten Wochen zu Hause, in einem kleinen Dorf in Kenia, verbringen. Während ihre Mutter Kathryn mit Argusaugen über die Gesundheit ihrer Tochter wacht, legt sich die große Schwester Mwix mächtig ins Zeug, um Jo glücklich zu machen. Doch Jo hat ihren ganz eigenen großen Traum – sie möchte die Hauptrolle in einem richtigen Superheldenfilm spielen. Und so mobilisieren Kathryn und Mwix das ganze Dorf, um Jos Traum Wirklichkeit werden zu lassen – ein Wettlauf mit der Zeit. Als Jo den Kampf gegen ihre Krankheit verloren hat, spendet der fertige Film der Familie und der Dorfgemeinschaft Trost.

Berührende Geschichte

Dem kenianischen Spielfilm gelingt es, die schwierigen Themen Krankheit und Tod eines Kindes behutsam aufzugreifen. Dabei steht nicht nur die starke Jo im Fokus, die ihrem Schicksal entschlossen entgegenblickt. Auch ihre Mutter und ihre Schwester und deren sehr unterschiedlicher Umgang mit dem kranken Nesthäkchen werden berücksichtigt. Die Umsetzung der Geschichte gelingt berührend, ohne dabei rührselig zu werden. Neben tragischen und traurigen Momenten macht der Film vor allem eine Menge Mut: Trotz aller Schwierigkeiten und Streitigkeiten hält die Dorfgemeinschaft fest zusammen, um Jos großen Traum zu erfüllen. Auch nach Jos Tod spenden sich die Bewohner gegenseitig Trost und bringen das Filmprojekt gemeinsam zu Ende.

Für ältere Kinder und Eltern

Die herausragende schauspielerische Leistung der Darstellerin von Jo machen „Supa Modo“ zu einem besonderen Kinoerlebnis – für Kinder wie für Erwachsene. Für Kinder ab Mitte des Grundschulaters ist Jo ein starkes Vorbild: Wie das neunjährige Mädchen angesichts ihres Schicksals nicht verzagt, mutig ihr Leben gestaltet und ihren eigenen Weg findet, ist beeindruckend umgesetzt. Jos Krankheit und Tod wird Kindern wie Erwachsenen nahegehen, aber es gibt auch humorvolle Szenen, die Entspannung bringen. Distanz schafft auch der Einblick in eine fremde Kultur, in der das Thema Tod durch die Gemeinschaft und ihren Zusammenhalt getragen wird und in der die Betroffenen nicht alleine gelassen werden. Der 70-minütige Realfilm bietet Kindern und Eltern jede Menge Gesprächsstoff und Denkanstöße, sich so schwierigen Themen wie Tod und Trauer zu nähern – und das auf eine kindgerechte und positive Weise. „Supa Modo“ (FSK: 0) ist derzeit im Kino zu sehen.

 

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