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funk: Experimente im Netz

07. Mai 2019
funk: Experimente im Netz

funk, der Jugendkanal von ARD und ZDF, richtet sich mit seinen Formaten gezielt an ältere Kinder und Jugendliche. Hier gibt es von Instagram bis YouTube, von Satire bis Doku und Soaps alles außer klassisches Fernsehen.

Multimediales Konzept: Druck

Im Mittelpunkt der Serie „Druck“ stehen Themen, die junge Leute beschäftigen. Egal ob Schulstress, Beziehungsprobleme, Partys oder Selbstfindung – die Lebenswelt der Jugendlichen wird sehr realitätsnah dargestellt. Auch Themen wie psychische Krankheiten, sexuelle Übergriffe oder Feminismus werden nicht ausgespart. Dabei steht in jeder Staffel eine andere Figur, mal weiblich, mal männlich, im Fokus. Das Besondere: Während die einzelnen Folgen wöchentlich auf YouTube und auf funk.net ausgestrahlt werden, wird die Serie auch auf anderen Plattformen weitererzählt. Die Figuren haben eigene Instagram-Accounts, die weitere Facetten ihrer Charaktere zeigen. Fans der Serie können zusätzlich einen WhatsApp-Newsletter abonnieren, der Screenshots von Chats einzelner Figuren enthält. So setzt sich Druck deutlich vom Konzept des klassischen, linearen Fernsehens ab.

Snapchat-Soap: iam.serafina

Serafina filmt sich live mit ihrer Smartphone-Kamera und sendet auf Snapchat bzw. Instagram. Ähnlich wie die zahlreichen Influencer lässt sie ihre Fans an ihrem Alltag teilhaben. Thematisch geht es bei iam.serafina um Zickereien und Liebesdramen aber auch um gesellschaftlich Relevantes. So wird beispielsweise gezeigt, wie man sich gegen sexuelle Übergriffe von Vorgesetzten wehren kann. Die Konflikte werden meist nur oberflächlich gelöst, eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den schwierigen Themen findet nicht statt. Die dürftigen Schauspielkünste und platten Dialoge sind für Eltern eher abschreckend, jugendliche Follower sehen das wahrscheinlich anders.

Was Eltern wissen sollten

Die experimentellen Formate auf funk können Jugendliche und solche, die es werden (wollen), durchaus ansprechen. Für Eltern sind Form und Inhalt eher gewöhnungsbedürftig. Auch die Tatsache, dass vieles über Instagram und WhatsApp läuft, dürften manche Eltern kritisch sehen. Damit haben Erziehungsberechtigte deutlich weniger Einblick als beim klassischen Fernsehen. Auf der anderen Seite haben Teenager auch ein Recht auf ihre eigenen Interessen und Kanäle – und ihren eigenen Geschmack.

 

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