Flimmo.tv
Suchen in:
Aktuelles TV-Programm Sendungsarchiv

Nichts für Kinder: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

26. Februar 2021
Nichts für Kinder: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Seit dem Ende der 1970er Jahre ist Christiane F. die vermutlich bekannteste Drogensüchtige Deutschlands. Ihre Erfahrungen wurden in einem Buch sowie einem Film aufbereitet. Nun wird ihre Geschichte in einer Serie auf Amazon Prime neu erzählt.

Berlin in den 1970er Jahren: Teenager Christiane lebt in der Nähe vom Bahnhof Zoo. Zuhause fehlt es an Unterstützung und Stabilität, ihre Eltern haben große Geldprobleme und ihr Vater wird immer wieder gewalttätig gegen ihre Mutter. Umso mehr sucht Christiane Zuflucht bei Gleichaltrigen. Mit ihren neuen Freunden verbringt sie viel Zeit im Berliner Nachtleben und es dauert nicht lange, bis Christiane beginnt, verschiedenste Arten von Drogen zu nehmen. Die Sucht bestimmt schnell ihr Lebenhielt anfangs noch eine tiefe Freundschaft ihre Clique zusammen, geht es am Ende nur noch um den nächsten Schuss Heroin. Gemeinsam mit ihren Feundinnen geht Christiane deshalb auf den Strich, um die Sucht zu finanzieren. Erst in letzter Sekunde gelingt es ihr, dem Teufelskreis zu entfliehen und clean zu werden.

Drogen, Prostitution und Gewalt

Für ältere Kinder und Jugendliche mag die Serie interessant sein. Themen wie Liebe, Freiheit, Zukunftspläne und Erwachsenwerden sprechen junge Menschen an, zudem sind die Hauptfiguren in einem ähnlichen Alter. Dennoch sollte die Serie Kindern nicht zugemutet werden. Zwar wird eindrücklich vermittelt, wie Drogen die eigene Zukunft und ein selbstbestimmtes Leben zerstören können, die Darstellungen können Kindern jedoch zu viel werden. Die Schattenseiten der Drogenabhängigkeit und häusliche sowie sexuelle Gewalt werden schonungslos gezeigt und können Kinder belasten. Dass es sich bei den Protagonisten um Personen im Kinder- und Jugendalter handelt, kann zusehenden Kindern zusätzlich zu schaffen machen. Deshalb gilt: Die Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist nichts für Kinder.

 

Copyright © Programmberatung für Eltern e.V. 1997 - 2021

Zum Seitenanfang