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Serienerfolg im Internet

15. Januar 2021
Serienerfolg im Internet

Liebe, Drama und bekannte Gesichter: Die Webserien „Krass Klassenfahrt“ und „Das Internat“ nehmen bekannte Scripted-Reality-Formate aufs Korn und sind vor allem bei jungen Zusehenden beliebt. Für Kinder ist der parodistische Humor allerdings schwer zu durchschauen.

Überzogener Schulalltag

In beiden Serien steht der Schulalltag von Teenagern im Mittelpunkt der Handlung. Die Serie „Krass Klassenfahrt“, die auf YouTube und Joyn zu sehen ist, stellt die Abschlussfahrt einer zwölften Klasse in den Mittelpunkt. Intrigen, dramatische Trennungen und unlösbare Teenager-Probleme stehen auf der Tagesordnung. Ähnlich geht es in der neuen Joyn-Serie „Das Internat“ zu. Schauplatz ist hier das turbulente Leben in einem Elite-Internat.

Influencer als Erfolgsgaranten

Statt auf professionelle Schauspieler setzen beide Serien Influencer als Darsteller ein, also Personen, die aufgrund ihrer Präsenz in den sozialen Medien vor allem beim jungen Publikum bekannt sind. Sie können ihre Reichweite dafür nutzen, um für die Serien zu werben. Somit richten sich die Formate explizit an eine junge Zielgruppe. Diese kann den Humor der Sendungen allerdings nicht immer verstehen.

Für Kinder schwer zu durchschauen

Auch wenn es sich bei den Serien um Parodien bekannter Fernsehformate handelt, vermitteln sie Kindern fragwürdige Botschaften: So zeigen die Sendungen einseitige Rollenbilder und Geschlechterklischees. Zudem wird ein unreflektierter Umgang mit Alkohol vorgelebt. Die Probleme der Protagonisten werden außerdem meist nur oberflächlich gelöst, was ein fragwürdiges Bild von Konflikten und menschlichem Miteinander vermittelt. Der überzogene Humor dahinter ist gerade für Kinder nur schwer zu durchschauen. Der dokumentarische Stil der Serie erschwert es zusätzlich, die Serien als Fiktion zu erkennen. Aus diesen Gründen sollten die Serien Kindern noch nicht zugemutet werden.

Bild: © Moonvibe

 

 

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